Zusammenfassung
Antrag des Kultur-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-851/XX-2025 – Aufwertung des Sports in Niederösterreich
Berichterstatterin
Redner
- Indra Collini (NEOS) Tagesordnungspunkt 13 Video und Sitzungsbericht
- Dominic Hörlezeder (GRÜNE) Tagesordnungspunkt 13 Video und Sitzungsbericht
- Rainer Spenger (SPÖ) Tagesordnungspunkt 13 Video und Sitzungsbericht
- Philipp Gerstenmayer (FPÖ) Tagesordnungspunkt 13 Video und Sitzungsbericht
- Christian Gepp (ÖVP) Tagesordnungspunkt 13 Video und Sitzungsbericht
Abstimmung
Antrag angenommen: Zustimmung ÖVP, FPÖ, NEOS, Ablehnung SPÖ, GRÜNE
Video-Übertragung der Sitzung
Den textlichen Auszug des Sitzungsberichts finden Sie nach dem Video.
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Präsident Mag. Wilfing: Damit kommen wir zur Ltg.-851, Antrag der Abgeordneten Spenger u.a. betreffend Aufwertung des Sports in Niederösterreich. Und ich ersuche die Frau Abgeordnete Hahn, die Verhandlungen einzuleiten.
Berichterstatterin Abg. Hahn, MEd MA (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Hoher Landtag! Ich erstatte Bericht über den Antrag der Abgeordneten Mag. Dr. Spenger u.a. betreffend der Ltg.-851. Der vorliegende Antrag zielt auf eine strukturelle Aufwertung des Sports ab und fordert unter anderem die flächendeckende tägliche Bewegungseinheit in Bildungseinrichtungen, die Planung und Errichtung eines neuen multifunktionalen Nationalstadions auch mit möglichen Standorten in Niederösterreich sowie eine bundesweite Ehrenamtsstrategie. Und zusätzlich soll ein österreichweiter Tag des Sports am 18. November etabliert werden, um die gesellschaftliche und gesundheitliche Bedeutung von Sport stärker sichtbar zu machen. Der Antrag liegt Ihnen voll inhaltlich vor, daher komme ich zum Antrag des Kultur-Ausschusses über den Antrag der Abgeordneten Mag. Dr. Spenger u.a. betreffend Aufwertung des Sports in Niederösterreich.
"Der Hohe Landtag wolle beschließen:
Der Antrag wird abgelehnt."
Ich ersuche um Einleitung der Debatte und um Durchführung der Abstimmung.
Präsident Mag. Wilfing: Damit gehen wir in diese Debatte und als Erste zu Wort kommt die Fraktionsvorsitzende Indra Collini von den NEOS.
Abg. Mag. Collini (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen! Sehr geehrte Zuhörerinnen! Ja, es geht ins Finale dieser ersten Sitzung hier in diesem provisorischen Landtagssaal. Man gewöhnt sich langsam daran. Sport ist jetzt das Thema und Sport ist wichtig, das ist keine Frage. Das habe ich an anderer Stelle immer wieder betont. Er ist ein wichtiges Element der Gesundheitspolitik. Er gibt Raum für persönliche Entwicklung. Er ist für die Erfahrbarkeit von Teamspirit. Er ist ein tolles Instrument für Integration. Und gerade aufgrund der Vereinsstruktur wirklich ein Musterbeispiel, was für eine Rolle gesellschaftliches Engagement einfach hier spielt. Und ich möchte an dieser Stelle auch allen Ehrenamtlichen, die das Gerüst hier in der niederösterreichischen Sportlandschaft mit ihrem Ehrenamt in den Vereinen bilden, möchte ich einmal "Danke" sagen an dieser Stelle. (Beifall bei den NEOS, Abg. Weninger und Abg. Mag. Samwald.) Die SPÖ hat ihren Antrag eingebracht, ursprünglich, der, ich glaube, sehr aufs Fußballfieber damals zurückzuführen war nach der WM-Qualifikation Österreichs, und mit dem Antrag – darum gibt es ja auch jetzt einen negativen Ausschussantrag – habt ihr ein bisschen so quasi... wie sagt man?... den Ball weit über das Tor hinaus geschossen aus meiner Sicht. (Abg. Weninger: Das war ein Volltreffer.) Ja, konkret, ich meine damit, es war vielleicht ein bisschen ein Fiebertraum vom Fußballfieber, weil ihr habt in dem Antrag ja auch drinnen gehabt, wir sollen prüfen, ob man nicht ein Nationalstadion in Niederösterreich errichten lassen könnte. (Abg. Weninger: Steht nicht drinnen.) Und ja, sehr geehrte Damen und Herren der SPÖ, Österreich braucht ein multifunktionales Stadion für internationale Großereignisse. (Abg. Weninger: Ja, genau. Jetzt stimmt´s.) Das ist ja gar keine Frage. Aber ich glaube, eines ist genug. Wir haben eines, das steht in Wien, das gehört natürlich modernisiert, das ist keine Frage. Aber ein zweites in Niederösterreich, ich glaube, das brauchen wir nicht. Und auch wenn man sich jetzt gerade international anschaut, wie das mit den Austragungsorten der Fußball-WM ist, ich meine, die Austragungsorte von Mexiko über die USA bis hin nach Kanada, da kommt mir Wien – St. Pölten quasi als schon eine sehr nahe Austragungsort-Achse vor. Ja, also von unserer Seite – bei aller Fußballliebe – ein klares "Nein" für das Nationalstadion in Niederösterreich. Und auch, wenn man auf den Antrag nochmal drauf schaut, von unserer Seite auch, aufgrund der Liebe zu allen weiteren Sportarten, auch ein klares "Nein", den 18. November zum offiziellen Tag des Sportes zu machen. Nicht nur, weil es am 6. April einen gibt, von der UNO ausgerufen, sondern weil es auch mit Blick auf die vielen anderen Sportarten, die es gibt, ein bisschen unfair wäre, wenn man gerade den Fußball so in den Mittelpunkt rückt. Was schade ist, was verloren gegangen ist: Es gab zwei Punkte aus eurem Antrag, die ich sehr gut gefunden habe, wir NEOS immer sehr unterstützen. Das ist natürlich das Thema tägliche Bewegungseinheit für unsere Kinder, flächendeckend. Das ist einfach eben ein Bereich, wo wir hinkommen müssen und wo noch viel zu tun ist, und auch die Erarbeitung einer bundesweiten Ehrenamtsstrategie, weil das Ehrenamt ist einfach so ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft. Was ich abschließend noch anregen möchte für Niederösterreich: Ein wichtiges Thema ist im Bereich Sport auch immer wieder diese Kooperation zwischen den Sportvereinen und den Schulen. Das bringt Win-Win-Situationen, wenn die Sportvereine in der Nachmittagsbetreuung in die Schulen kommen können. Die Kinder haben eine sportliche Betätigung, die Vereine haben ihren Nachwuchs. Und da gibt es aber grundsätzlich auch ein Thema: Wie schaffen wir es, dass die schulische Infrastruktur ganz grundsätzlich leichter für die Sportvereine nutzbar ist? Der Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat ja auf Bundesebene hier eine Initiative gestartet. In den Bundesschulen soll künftig – wenn es bauliche Veränderungen gibt, bei Neubauten – das berücksichtigt werden, dass Vereine leichter wirklich mit Zugängen von außen hier in die Sportplätze hineinkönnen. Das sollten wir auch in Niederösterreich forcieren, dass wir hier im Pflichtschulbereich wirklich die Türe und Tore öffnen, damit die Vereine unsere Infrastruktur nutzen können. Danke sehr. (Beifall bei den NEOS.)
Präsident Mag. Wilfing: Als Nächster zu Wort kommt der Abgeordnete Dominic Hörlezeder von den GRÜNEN.
Abg. Hörlezeder (GRÜNE): Geschätzter Herr Präsident! Hoher Landtag! Ich hatte das Privileg beim Match gegen Bosnien im Stadion zu sein. Und wer dort war und wer die Energie gespürt hat, vor allem nach dem Schlusspfiff, der kann, glaube ich, ganz gut einordnen, was für eine Bedeutung das hatte, nach diesen 28 Jahren des Wartens endlich wieder bei einer Weltmeisterschaft teilnehmen zu können. Es hat uns allen gezeigt, was möglich ist, wenn professionelle Strukturen, ein klarer Plan und dieser unbändige Wille zusammenkommen. Und dann habe ich drei Tage keine Stimme mehr gehabt. Aber geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Euphorie alleine baut natürlich keine schönen Fußballtempel und Begeisterung allein ersetzt auch keine nachhaltige Sportpolitik. Diesen Schwung, den wir jetzt, so glaube ich, im ganzen Land verspüren, den dürfen wir nicht einfach verpuffen lassen. Kommen wir zum ersten Punkt des Antrags, der täglichen Bewegungseinheit. Das ist eine der wichtigsten sportpolitischen Forderungen der letzten Jahre und ich selbst habe das hier im Haus schon oft genug eingefordert. Ja, wir haben in Niederösterreich seit 22 Pilotprojekte im Bezirk Korneuburg, mittlerweile 120 teilnehmende Standorte. Aber Hand aufs Herz: Das reicht halt hinten und vorne nicht aus. Es gibt zwar Bundesmittel von etwa 20 Millionen Euro jährlich für ganz Österreich, aber während wir uns in Niederösterreich ein bisschen in Pilotprojekten und kleinteiliger Bürokratie verlieren, wächst da draußen halt eine Generation heran, die sich viel zu wenig bewegt. Und die Gesundheit unserer Kinder, die darf keine Frage der Postleitzahl sein. (Beifall bei den GRÜNEN.) Also wir brauchen die flächendeckende Umsetzung der täglichen Bewegungseinheit, und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Der zweite Punkt, der die Gemüter erhitzt – und ja, vielleicht hat mich der Fiebertraum, wie die Kollegin Collini gesagt hat, auch ein bisschen erwischt – ist das Nationalstadion. Und der Teamchef Ralf Rangnick hat das völlig richtig gesagt: "Eine moderne Eventarena würde Österreich sexier machen." Der spricht von einer Destination, die weit über 90 Minuten Fußball hinausgeht, eine Multifunktionsarena für Sport, Konzerte und internationale Großevents. Und gerade in dieser Frage muss man, glaube ich, über den Tellerrand schauen. Wenn wir über den Standort sprechen, dann müssen wir, glaube ich, das Wiener Umland miteinbeziehen. Ein Nationalstadion in Niederösterreich, direkt an der Stadtgrenze zu Wien, das kann absolut Sinn machen. Warum? Weil wir hier den Raum haben, um eine Arena nach modernsten ökologischen Standards zu bauen, statt sie in eine bereits völlig überhitzte und versiegelte Stadtinfrastruktur hineinzuquetschen. Wohlgemerkt gilt es aus meiner Sicht nur dann, sollte man das Happel-Stadion aus den bereits bekannten Gründen tatsächlich nicht entsprechend ertüchtigen oder am gleichen Standort neu errichten können. Niederösterreich hat die Flächen und hat die Anbindungen, sei es über die Schiene oder über das hochrangige Straßennetz, wenn man die Synergien zwischen der Bundeshauptstadt und unserem Bundesland intelligent nutzt. Und ich glaube, mit Josef Pröll als ÖFB-Präsident haben wir da jemanden, der durchaus Brücken zwischen Politik, zwischen Investoren und Wirtschaft bauen kann. Man braucht halt kreative Finanzierungslösungen. Zum Schluss zum Tag des Sports am 18. November. Das Datum ist symbolträchtig natürlich, aber Symbole alleine trainieren halt keine U12-Mannschaft am Dienstagabend im Regen. Der wichtigste Punkt in dem Antrag ist für mich die Ehrenamtsstrategie. Ohne die tausenden Freiwilligen, die unsere Vereine sozusagen am Leben erhalten, würde unser Sportsystem relativ schnell zusammenbrechen. Und diese Menschen sind es, die in Bürokratie und Verantwortung ersticken. Und für die brauchen wir echte Entlastung und moderne Konzepte, um wieder mehr Menschen für aktive Vereinsarbeit zu gewinnen. Und da ist Landeshauptfrau-Stellvertreter Landbauer gefordert. Sorgen Sie dafür, dass der Bund hier koordiniert, aber gestalten Sie selbst aktiv mit! Ersetzen wir Symbolpolitik durch Substanz! Dieser Antrag der SPÖ, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, hat – wie wir deutlich sehen nach meinen Ausführungen – also seine absolute Berechtigung. Und ich denke, die Landesregierung sollte hier ein klares und unmissverständliches Zeichen setzen. Wir stimmen jedenfalls vollinhaltlich zu, denn der Sport ist mehr als nur Tabellenplätze. Er ist Integration, er ist Gesundheit, er ist der Klebstoff unserer Gesellschaft. Also nutzen wir die Euphorie des Bosnien-Siegs, um bleibende Werte zu schaffen für unsere Jugend, für unsere Vereine und für unser Österreich. Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)
Präsident Mag. Wilfing: Als Nächsten ersuche ich Abgeordneten Rainer Spenger, SPÖ, zum Rednerpult.
Abg. Mag. Dr. Spenger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoher Landtag! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich könnte sagen, dem Kollegen Hörlezeder ist nichts mehr hinzuzufügen. Aber ich glaube, da würde ich es mir ein bisschen zu einfach machen, auch wenn die Zeit schon fortgeschritten ist und sportlich wäre es auch nicht, und deshalb erlauben Sie mir ein paar Worte. Liebe Frau Abgeordnete Collini, ein bisschen war es das Fußballfieber, das uns zu dem Antrag natürlich gebracht hat. (Heiterkeit bei Abg. Müller, BSc – Abg. Mag. Collini: Ja.) Ich gebe es zu, ich war auch im Stadion und da wird man dann schon gepackt von der Euphorie. Aber es war nicht nur das Fußballfieber, sondern es hat natürlich auch einen bisschen ernsteren Hintergrund, warum wir diesen Antrag eingebracht haben. Es sind drei Gründe im Wesentlichen. Das Erste ist: Bei allem Engagement, das im Sport an den Tag gelegt wird, gibt es doch einige Bereiche, wo sich nichts tut oder wo nichts weitergeht in der Form, wie wir es uns wünschen. Das ist der erste Grund. Der zweite – American Football ist zum Beispiel ein Beispiel, aber über das reden wir jetzt nicht – das zweite ist: Trotz finanzieller Engpässe, die wir zweifellos haben, glaube ich, kann man über eine Aufwertung des Sports oder muss man über eine Aufwertung des Sports jedenfalls reden. Und der dritte Punkt – das haben wir heute auch schon gehört – es geht um die Gunst der Stunde, es geht darum, diese zu nutzen. Wir haben... ja, die WM-Quali hat ganz viel Euphorie ausgelöst, aber nicht nur. Denkt man an die U17-Nationalmannschaft, die sehr, sehr gut performt hat und Vize-Weltmeister geworden ist oder auch erst vorige Woche der Sieg von Manuel Feller am Ganslernhang. Da werden ganz viele Leute angesprochen, da wird ganz viel Emotion produziert und ich glaube, diese Momente braucht unser Land, um auch da Fortschritte zu erreichen. Wir müssen die Euphorie nutzen. Warum? Weil sie auch junge Leute inspiriert, es den, sage ich jetzt einmal, Spitzensportlern auch nachzumachen, weil sie einfach die Basis auch für den Breitensport ist. Und an uns als Politik liegt es natürlich, das aufzugreifen und dort und da Nägel mit Köpfen auch zu machen und Verbesserungen zu erzielen, auf die die Sportfamilie – man kann das durchaus so sagen – schon länger wartet. Zu wenig ist es auf jeden Fall – und das ist ja vielleicht auch in unseren Kreisen nicht so unbeliebt – wenn man sich in die erste Reihe im Stadion setzt und mit schönen Fotos selbst inszeniert. Das kennen wir alle, aber ich glaube, das hilft keinem Verein, das hilft keinem Sportler, das hält keinen Trainingsbetrieb am Laufen und zahlt auch keine Hallenmieten. Es geht jetzt darum, dass man auch im Sportbereich hart arbeitet, kontinuierlich und professionelle Arbeit leistet und vor allem mutige Entscheidungen trifft, auch in schwierigen Situationen. Es geht um unsere Kinder, es geht um die Jugend, es geht um die Gesellschaft und die brauchen einfach nachhaltig politische Entscheidungen. Ich komme zu den vier Punkten ganz kurz: Flächendeckende Umsetzung der täglichen Bewegungseinheit ist ja am Weg, wissen wir, aber sie wird halt dort und da verschleppt und geht nicht so weiter, wie wir uns das vorstellen. Und wenn man sich die Zahl anschaut, 20 Prozent aller Wehrfähigen – wir haben heute schon eine Aktuelle Stunde gehabt – sind untauglich, vor allem wegen Übergewicht, dann schrillen natürlich schon die Alarmglocken. Und da ist, glaube ich, die tägliche Bewegungseinheit ein Muss, dass wir das relativ schnell überall umsetzen. Da darf es auch keine Ressortgrenzen geben zwischen der Bildung, Sport, Gesundheit, Soziales. Ich glaube, da haben wir alle gemeinsam eine Verantwortung. Und es müssen auch alle mitmachen. Wir haben es eh heute gehört: Niederösterreich hat ein Pilotprojekt, beteiligt sich aber finanziell eher nicht an der Finanzierung dieser täglichen Bewegungseinheit. Und so geht es auch nicht, meine Damen und Herren von der Regierungskoalition. (Beifall bei der SPÖ.) Der zweite Punkt, das Nationalstadion. Na ja, klar haben wir in Wien ein großes Stadion, aber alle, die dieses Stadion kennen, wissen, dass es in die Jahre gekommen ist und auch für Sportgroßveranstaltungen wie Europacup-Finale etc. einfach nicht mehr geeignet ist. Und jetzt höre ich natürlich die Stimme: "Na, wir haben kein Geld und wie sollen wir uns das leisten?" Ja, das stimmt schon. Aber ich glaube, gerade in schwierigen Zeiten entscheidet es sich, ob die Politik gestalten oder nur verwalten will. Und die Frage ist: Haben wir einen Plan oder haben wir wieder nur Ausreden? Und das Nationalstadion ist ja schon länger in Diskussion und es darf natürlich auch kein elitäres Projekt sein. Das muss ein Projekt sein, wo Spitzensport, wo Breitensport verbunden wird, das multifunktional nutzbar ist, Konzerte, eh klar, und das auch Raum für den Nachwuchs, für die Vereine bietet. Was es nicht werden darf, ist – so ähnlich wie die NV-Arena – ein Sanierungsfall nach 14 Jahren schon. Also das glaube ich, können wir uns nicht leisten. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist eine andere Geschichte natürlich. Und die Frage ist: Warum soll das Nationalstadion nicht wirklich in Niederösterreich stehen? Ja, klar ist Wien die Bundeshauptstadt, klar ist das irgendwie die erste Wahl. Aber wenn es Wien nicht schafft, sagen wir es jetzt einmal so, dann kann es doch durchaus auch in Niederösterreich stehen. Und wir haben es heute schon gehört, ein nicht unbekannter Niederösterreicher, der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll, hat ja das auch schon angedacht. Und ich glaube, den Traum, den darf man träumen und wir können es ja gemeinsam versuchen umzusetzen. Schauen wir es uns an, also warum nicht Niederösterreich? Dritter Punkt: Die Förderung des Ehrenamtes. Das hören wir natürlich immer, wir bedanken uns auch immer bei den Ehrenamtlichen und das auch völlig zu Recht, logischerweise nur die schönen Worte und das Klatschen hilft halt auch nicht immer. Wir stellen schon fest, dass es immer schwieriger wird in manchen Bereichen auch Ehrenamtliche zu finden, auch im Sport. Und deshalb glaube ich, dass wir das wirklich brauchen. Wir können da heute Farbe auch bekennen. Wir können versuchen mit einer Strategie, die man natürlich groß anlegen müsste, den Trend etwas umzukehren und einfach konkrete Maßnahmen zu setzen. Man braucht da nicht viel mehr tun, als dem Antrag heute zustimmen und dann einfach an die geeigneten Stellen herantreten, dieses durchzuführen. Ich glaube, Niederösterreich hat hier schon die Chance, zum Initiator einer so einer Ehrenamtsstrategie zu werden. Und warum sollte man das nicht machen? Nicht irgendwann, sondern hier und heute. (Beifall bei der SPÖ.) Und der letzte Punkt: Der Tag des Sports. Der 18. November ist natürlich jetzt nicht... kommt nicht von ungefähr. Es ist eben genau der Tag der WM-Quali. Und da geht es um mehr. Es gibt ja dort und da schon Tage des Sports. In verschiedenen Bundesländern oder auch am Heldenplatz präsentiert sich der Sport immer wieder. Aber unser Hintergrund ist eher der, dass sich an diesem Tag in ganz Österreich der Sport in all seinen Facetten, mit all seinen Protagonisten darstellt, dass er zeigt, was er kann, wie wichtig er für die Gesundheit, für die Lebensqualität, für die Bildung, für die Integration, einfach für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Da müssen die Gemeinden mitmachen. Da müssen die Bundesländer, die Vereine, alle Sportarten müssen da präsent sein. Und ich glaube, dann kann das wirklich ganz, ganz viel auch bewirken. Ich komme schon zum Schluss und möchte sagen, ich stehe ja heute hier vor Ihnen einerseits auch als Sportfunktionär. Ich habe selbst lange Zeit einen Fußballklub geführt und bin seit kurzem auch ASKÖ-Präsident und habe fast täglich mit Vereinen, mit Aktiven, mit Ehrenamtlichen zu tun. Ich kenne natürlich auch ihre Sorgen und Nöte und bin aber auch – und da überschneiden sich natürlich die vier Forderungen – ich bin auch Vater von insgesamt drei Kindern, die – zwei noch schulpflichtig, einer nicht mehr – aber alle auch unterschiedliche Sportarten betrieben haben. Und ich finde schon, dass wir uns auch unseren Kindern verpflichtet fühlen sollten, nicht nur den Vereinen. Und darum würde ich sie wirklich ersuchen – es gibt sicher Gründe, warum man hier nicht zustimmen will – aber ich würde sie wirklich ersuchen darüber nachzudenken, ob man diesen vier Forderungen, die glaube ich per se grundsätzlich ja zu unterstützen sind, dass man denen auch die Unterstützung auch gibt. Sie sind in Wirklichkeit ja nicht in erster Linie durch das Land NÖ umzusetzen, sondern die Forderungen sind ja an den Bund und den Sportminister auch in erster Linie gerichtet. Und es liegt jetzt an uns alle, dass wir mutig sind, dass wir groß denken, lassen wir uns nicht stoppen. Schaffen wir gemeinsam Strukturen, die auch in Zukunft Erfolge möglich machen. Niederösterreich kann mehr, Niederösterreich soll auch mehr wollen und Niederösterreich muss vorangehen. Ich glaube, ein paar Tage vor den Olympischen Spielen in Italien darf der Sport kein Bittsteller sein, sondern wir müssen ihm jenen Respekt zollen, der ihm auch gebührt. Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Mag. Wilfing: Als Nächster zu Wort kommt der Abgeordnete Philipp Gerstenmayer, FPÖ.
Abg. Gerstenmayer (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Ich habe im Ausschuss schon argumentiert, warum wir diesem Antrag nicht zustimmen werden. Deswegen kann ich mich heute ein bisschen kürzer fassen, will aber trotzdem auf die einzelnen Punkte noch eingehen, die auch der Kollege Spenger jetzt nochmal wiederholt hat. Vorab möchte ich aber sagen, dass natürlich jede Art der Bewegung begrüßenswert und wichtig ist. Unser Ziel im Sportland Niederösterreich – federführend natürlich mit unserem LH-Stellvertreter und Sportlandesrat Udo Landbauer – ist es, dass wir Niederösterreich zum bewegungsreichsten Bundesland machen und die Menschen natürlich so gut wie möglich zum Sport motivieren. Und das funktioniert natürlich am besten bei den Jüngsten der Gesellschaft, bei den Kindern und Jugendlichen. Denn je früher, dass man anfängt eine Bewegungsmentalität näher zu bringen, desto länger natürlich bleibt auch die Affinität zum Sport und zur Bewegung. Und möchte auch dazu sagen, wir sind absolut nicht gegen die tägliche Turnstunde. Im Gegenteil, das ist eine langjährige, freiheitliche Forderung, die bis jetzt nicht umgesetzt wurde. Es ist nur, am Antrag sind zwei, drei Punkte, die mich stören. Wie gesagt, der LH-Stellvertreter ist ja nicht nur Sportlandesrat, er hat auch andere Agenden, aber die Bildung, die gehört definitiv nicht dazu. Deswegen ist der Adressat für diesen Antrag einmal für mich der Falsche. Und auch, wie gesagt, wenn uns die tägliche Bewegungseinheit sehr wichtig ist, aber die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die muss der Bund klären und sichern. Und wie gesagt, es gibt ja ein Pilotprojekt, aber es ist nicht gesetzlich verankert und da stellt sich mir halt schon die Frage, wenn die SPÖ in einer Regierungsverantwortung im Bund sitzt, hätte man das Thema, wenn es einem so wichtig ist, schon in den Regierungsverhandlungen einbringen können und hätte es mittlerweile auch beschließen können, gesetzlich verankern können, bundesweit, flächendeckend. Und das ist nicht passiert. (Dritte Präs. Schmidt: Das ist ja noch nicht umgesetzt.) Und da... ja, es ist noch nicht umgesetzt. (Unruhe bei Abg. Weninger.) Und da ist halt (Unruhe bei der Dritten Präs. Schmidt.), ja, das sagt aber trotzdem mir, dass anscheinend der Wille bei der SPÖ NÖ größer ist als bei der Bundes-SPÖ, weil sonst würde es das schon geben. (Abg. Mag. Samwald: Wir waren immer schon Vorreiter.) Bezüglich dem Nationalstadion, da muss ich der Kollegin Collini beipflichten. Also ich sehe das auch, dass das Nationalstadion in der Bundeshauptstadt verbleiben sollte. (Abg. Weninger: Oder U-Bahn-Anschluss.) Ich glaube nicht, dass das in Niederösterreich beheimatet sein sollte, sondern nach wie vor in der Bundeshauptstadt. (Unruhe bei Abg. Mag. Scheele und Abg. Lobner.) Und ja, ich gebe schon zu natürlich, das Happel-Stadion ist in die Jahre gekommen, auch wenn ich selbst gerne dort bin. Das ist immer schön, wenn man vorher vielleicht ein bisschen eine Kleinigkeit noch isst im Prater, im Schweizerhaus mit einer Partie, dann rüber ins Happel-Stadion, natürlich auf ein tolles Match des Nationalteams. Also ich glaube, das ist schon gut beheimatet dort, auch wenn es in die Jahre gekommen ist. (Unruhe bei Abg. Mag. Scheele und Abg. Lobner.) Man muss aber trotzdem dazusagen, aufgrund der momentan finanziellen Situation... du Rainer, ich weiß, du kennst dich aus beim Fußball, du wirst auch die Zahlen kennen. Dem Kollegen Hörlezeder nehme ich es gar nicht böse, dass er da wahrscheinlich wenig Ahnung hat. (Heiterkeit bei Abg. Müller, BSc.) Aber alleine das Stadion jetzt nur als Beispiel – das wahrscheinlich momentan das modernste ist in Österreich – Wals-Siezenheim in Salzburg, mittlerweile auch nicht mehr brandneu. Das hat damals gekostet 50 Millionen Euro, ist schon ein bisschen her, hat jetzt nicht die Kapazität, wie man es sich von einem Nationalstadion vorstellt, ist keine Multifunktionsarena. Das heißt, man kann sich ungefähr denken, wo man dann liegt. Also da sind wir jenseits der 100 Millionen Euro, und das wird halt schwierig zu stemmen sein. Aber auch wenn dieses Projekt durchgesetzt werden sollte in der Bundeshauptstadt, kann ich den Ball wieder nur zurückspielen: Da gibt es zwei Menschen, die sind da irrsinnig wichtig. Der eine heißt Ludwig, ist Landeshauptmann von der Stadt Wien und der zweite heißt Babler, ist im Bund für den Sport zuständig. Ich glaube, am kurzen Weg wäre das wahrscheinlich für euch als Fraktion nicht so das Hindernis, dass man an die zwei Herrschaften herantritt, um da auch eine brauchbare Lösung zu finden. (Abg. Mag. Scheele: Wir nehmen uns schon noch sehr ernst als Vertreter in Niederösterreich. Wenn du dich nur auf den Babler verlässt... unverständlich.) Punkto Ehrenamt, ja, das ist uns glaube ich allen bewusst, das Ehrenamt ist etwas ganz Wichtiges, nicht nur im Sport, sondern natürlich in jedem Bereich, der irgendwie mit der Gesellschaft zu tun hat. Aber gerade im Sport ist das Ehrenamt natürlich unersetzlich, weil jeder, der schon einmal in Berührung gekommen ist mit einem Verein, weiß, dass es ohne Ehrenamt nicht geht und ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Mitglieder in den Vereinen. Und da möchte ich von dieser Stelle – auch wenn es für den Kollegen Spenger oft zu viel ist oder vielleicht keine Wertigkeit hat – ich möchte mich trotzdem bedanken bei allen Ehrenamtlichen, die bei uns in den Vereinen tagtäglich das ganze Jahr wirklich ganz wichtige Arbeit leistet. (Abg. Mag. Scheele: Der arbeitet selbst ehrenamtlich. – Unruhe bei der SPÖ. – Unruhe bei Abg. Pfister.) Was? Das habe ich jetzt nicht verstanden. (Heiterkeit bei Abg. Mag. Keyl.) Ja, weil das Ehrenamt, wie gesagt, ohne das würden unsere Vereine nicht funktionieren. Und gerade in Niederösterreich leben wir das Ehrenamt sehr stark und sehr gut und die Sportsprecher sollten es auf jeden Fall wissen, ich glaube die anderen auch: Wir ehren ja nicht nur unsere Sportler und unsere Spitzensportler, nein, auch die Ehrenamtlichen werden von unserem Sportlandesrat regelmäßig geehrt und ihnen wird die Wertschätzung entgegengebracht, die sie verdienen für ihre Leistungen 20, 25, 30 Jahre oder länger im Verein. Und ich glaube, das ist auch gut so, dass wir in Niederösterreich das so handhaben und so leben. Zum Tag des Sports möchte ich nur sagen: Auch gibt es den auf Bundesebene, den Tag des Sports. Wir in Niederösterreich sind da einen anderen Weg gegangen und versuchen ganz bewusst den Sport zu den Menschen zu bekommen und nicht umgekehrt. Wir setzen auf das Konzept der Regionalsporttage, die sehr erfolgreich die regionalen Vereine und ihr Angebot in den Vordergrund stellen und von dem Konzept wollen wir auch nicht abrücken. Und ich muss da nochmal sagen, da bin ich auch bei der Kollegin Collini: Ich glaube, dass das halt auch unfair ist gegenüber allen anderen Sportarten, wenn wir da diesen Tag als Aufhänger nehmen im Sinne des Fußballs, weil die Nationalmannschaft jetzt die Endrunde von der WM erreichen konnte. Dass wir da den Tag des Sports etablieren, finde ich nicht richtig und auch gegenüber allen anderen Sportarten nicht fair. Abschließend möchte ich trotzdem unserem Nationalteam natürlich gratulieren, hoffe, dass sie über die Endrunde auch vielleicht über die Gruppenphase hinauskommen. Ich kann mich noch erinnern, auch wenn ich ein Bub war, wie sie 1998 in Frankreich gespielt haben, war ein Highlight, darf jetzt von dieser Stelle unserem Nationalteam – auch wenn es noch ein paar Monate dauert – natürlich eine gute Vorbereitung wünschen. Toi, toi, toi! Und ich hoffe natürlich, dass sie so weit kommen wie möglich. Aber wie gesagt, diesen Antrag werden wir leider Gottes ablehnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Mag. Wilfing: Als nächster Redner zu Wort kommt der Abgeordnete Christian Gepp, ÖVP.
Abg. Gepp, MSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoher Landtag! Die tägliche Bewegungseinheit basiert auf einem Drei-Säulen-Modell. Säule 1 ist die Bewegungskultur. Bewegung und Sport werden zu einem Bestandteil des Kindergartens und Schulalltages der Kinder und Jugendlichen an den beteiligten Bildungseinrichtungen und wird auf bestehende Projekte im Bildungsbereich und in Zusammenarbeit mit dem Sport zurückgegriffen wie bewegte Pause, bewegtes Lernen, aktive Mobilität. Säule 2, die Bewegungseinheiten: An den Bildungseinrichtungen werden durch Bewegungscoaches angeleitete zusätzliche Bewegungseinheiten installiert. In Ergänzung zum bestehenden Bewegungs- und Sportunterricht soll auf mindestens vier Sport- und Bewegungseinheiten pro Woche kommen. Säule 3 ist die Bewegungsvielfalt. Durch spezifische Bewegungsangebote soll das Interesse an Bewegungen und oder sportlichem Training bei den Kindern und Jugendlichen geweckt werden. Kinder und Jugendliche sollen durch diese ergänzenden Angebote zu mehr Sport und Bewegung in ihrer Freizeit motiviert werden. Die tägliche Bewegungs- und Sporteinheit ist eine zentrale Bildungs-, Gesundheit- und gesellschaftspolitische Notwendigkeit. Das ursprüngliche Rahmenkonzept mit der niederösterreichischen Pilotregion Korneuburg wurde in den beiden Schuljahren 2022/23 und 2023/2024 umgesetzt und mit Bundesgeldern finanziert. Ich durfte hier auch mehrere Einrichtungen zu dem Pilotprojekt besuchen und hatte hier eine sehr positive Wahrnehmung sowohl von den Kindern und Schülerinnen als auch von den Pädagoginnen. Das Pilotprojekt wurde durch das Umsetzungskonzept für die Schuljahre 24/25 und 25/26, das sich auf ganz Niederösterreich bezieht, abgelöst. Im aktuellen Schuljahr nehmen in Summe 67 niederösterreichische Schulen teil und die Umsetzung dieser zusätzlichen Bewegungseinheiten erfolgt durch Bewegungscoaches der drei Sportdachverbände Union, ASKÖ und ASVÖ. Aktuell sind es 322 Bewegungscoacheinheiten pro Woche. Ergänzend zu dem erwähnten Modell können von den Bildungseinrichtungen noch zusätzliche Bewegungspakete gebucht werden. Das werden allein in Niederösterreich im aktuellen Schuljahr ca. 5.000 Pakete mit 30.000 Bewegungseinheiten sein. Zusammengefasst können sich die betroffenen Schulen in Niederösterreich bei Interesse an der täglichen Bewegungseinheit melden und es wird in weiterer Folge geprüft, ob eine Teilnahme möglich ist. Die Landes- und Bildungsreferenten werden sich auch bei der nächsten Konferenz mit diesem Thema beschäftigen. Zur Ehrenamtsstrategie: Nachdem wir als Stadtgemeinde Korneuburg mit den Vereinen erst kürzlich zur Ehrenamtsbörse geladen haben, weiß ich nicht, ob es die richtige Strategie ist, eine bundesweite Strategie auszurollen, denn ich denke, dass es gerade vor Ort mit den Vereinen, mit der Gemeinde abzustimmen ist, um Personen zu finden, die in unseren Vereinen aktiv sind und sich ehrenamtlich einbringen. Und in Niederösterreich ist uns das Ehrenamt wichtig. Das ist einerseits mit den finanziellen Förderungen im Sportbereich rund 400.000 Euro Grundförderungen für die drei Sportdachverbände. Dazu kommen Förderungen im Bereich der Jugendarbeit mit 210.000 Euro und vieles mehr. Aber es gibt auch in anderen Bereichen Zusammenarbeit – ob im Kulturbereich oder zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr wird das Ehrenamt hochgehalten. Zum Punkt offizieller Tag des Sportes können wir in Niederösterreich nicht bestimmen, was in Österreich passieren soll oder muss, gibt es ja bereits aber viele Initiativen auf unterschiedlichen Ebenen, wie wir heute schon gehört haben. In Niederösterreich setzen wir 2025 auf erfolgreiche Initiativen für mehr Sport und Bewegung. Wir konzentrieren uns aber nicht auf einen zentralen Tag, sondern auf insgesamt zehn Regionssporttage. Konkret: Zusammenarbeit und Bündeln von Initiativen finde ich gut, den Zeitpunkt sollte man ein wenig abwägen. Der 18. November kann etwas sportlich kalt werden im Freien und Kollege Hörlezeder und Spenger wissen, wie kalt es im Stadion war und vielleicht auch in Outdoor-Sportarten wie Fußball und Radfahren ist es dann auch nicht gerade bequem. (Unruhe bei Abg. Weninger und Abg. Mag. Scheele.) Zum Thema Nationalstadion: Die Errichtung eines neuen Nationalstadions kann nicht die Aufgabe eines Bundeslandes sein, egal ob Gänserndorf, Graz oder Linz. Und wenn das Stadion mehr als eine Überlegung ist und dies ernsthaft in Erwägung gezogen werden wird, denke ich, ist Sportminister Babler in der Lage, die möglichen Standorte in Niederösterreich prüfen zu lassen und Vorschläge zu machen. In diesem Sinne werden wir dem vorliegenden Antrag des Ausschusses zustimmen, den Antrag der SPÖ ablehnen. (Beifall bei der ÖVP, Abg. Mühlberghuber und dem Zweiten Präs. Waldhäusl.)
Präsident Mag. Wilfing: Es gibt keine weitere Wortmeldung und damit kommen wir…
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.