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Redebeitrag von Mag. Dr. Rainer Spenger  Antrag der Abgeordneten Mag. Dr. Spenger u.a. betreffend Aufwertung des Sports in Niederösterreich

zur 34. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 13 der 34. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 29.01.2026

Antrag des Kultur-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-851/XX-2025 – Aufwertung des Sports in Niederösterreich

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Mag. Dr. Spenger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoher Landtag! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich könnte sagen, dem Kollegen Hörlezeder ist nichts mehr hinzuzufügen. Aber ich glaube, da würde ich es mir ein bisschen zu einfach machen, auch wenn die Zeit schon fortgeschritten ist und sportlich wäre es auch nicht, und deshalb erlauben Sie mir ein paar Worte. Liebe Frau Abgeordnete Collini, ein bisschen war es das Fußballfieber, das uns zu dem Antrag natürlich gebracht hat. (Heiterkeit bei Abg. Müller, BSc – Abg. Mag. Collini: Ja.) Ich gebe es zu, ich war auch im Stadion und da wird man dann schon gepackt von der Euphorie. Aber es war nicht nur das Fußballfieber, sondern es hat natürlich auch einen bisschen ernsteren Hintergrund, warum wir diesen Antrag eingebracht haben. Es sind drei Gründe im Wesentlichen. Das Erste ist: Bei allem Engagement, das im Sport an den Tag gelegt wird, gibt es doch einige Bereiche, wo sich nichts tut oder wo nichts weitergeht in der Form, wie wir es uns wünschen. Das ist der erste Grund. Der zweite – American Football ist zum Beispiel ein Beispiel, aber über das reden wir jetzt nicht – das zweite ist: Trotz finanzieller Engpässe, die wir zweifellos haben, glaube ich, kann man über eine Aufwertung des Sports oder muss man über eine Aufwertung des Sports jedenfalls reden. Und der dritte Punkt – das haben wir heute auch schon gehört – es geht um die Gunst der Stunde, es geht darum, diese zu nutzen. Wir haben... ja, die WM-Quali hat ganz viel Euphorie ausgelöst, aber nicht nur. Denkt man an die U17-Nationalmannschaft, die sehr, sehr gut performt hat und Vize-Weltmeister geworden ist oder auch erst vorige Woche der Sieg von Manuel Feller am Ganslernhang. Da werden ganz viele Leute angesprochen, da wird ganz viel Emotion produziert und ich glaube, diese Momente braucht unser Land, um auch da Fortschritte zu erreichen. Wir müssen die Euphorie nutzen. Warum? Weil sie auch junge Leute inspiriert, es den, sage ich jetzt einmal, Spitzensportlern auch nachzumachen, weil sie einfach die Basis auch für den Breitensport ist. Und an uns als Politik liegt es natürlich, das aufzugreifen und dort und da Nägel mit Köpfen auch zu machen und Verbesserungen zu erzielen, auf die die Sportfamilie – man kann das durchaus so sagen – schon länger wartet. Zu wenig ist es auf jeden Fall – und das ist ja vielleicht auch in unseren Kreisen nicht so unbeliebt – wenn man sich in die erste Reihe im Stadion setzt und mit schönen Fotos selbst inszeniert. Das kennen wir alle, aber ich glaube, das hilft keinem Verein, das hilft keinem Sportler, das hält keinen Trainingsbetrieb am Laufen und zahlt auch keine Hallenmieten. Es geht jetzt darum, dass man auch im Sportbereich hart arbeitet, kontinuierlich und professionelle Arbeit leistet und vor allem mutige Entscheidungen trifft, auch in schwierigen Situationen. Es geht um unsere Kinder, es geht um die Jugend, es geht um die Gesellschaft und die brauchen einfach nachhaltig politische Entscheidungen. Ich komme zu den vier Punkten ganz kurz: Flächendeckende Umsetzung der täglichen Bewegungseinheit ist ja am Weg, wissen wir, aber sie wird halt dort und da verschleppt und geht nicht so weiter, wie wir uns das vorstellen. Und wenn man sich die Zahl anschaut, 20 Prozent aller Wehrfähigen – wir haben heute schon eine Aktuelle Stunde gehabt – sind untauglich, vor allem wegen Übergewicht, dann schrillen natürlich schon die Alarmglocken. Und da ist, glaube ich, die tägliche Bewegungseinheit ein Muss, dass wir das relativ schnell überall umsetzen. Da darf es auch keine Ressortgrenzen geben zwischen der Bildung, Sport, Gesundheit, Soziales. Ich glaube, da haben wir alle gemeinsam eine Verantwortung. Und es müssen auch alle mitmachen. Wir haben es eh heute gehört: Niederösterreich hat ein Pilotprojekt, beteiligt sich aber finanziell eher nicht an der Finanzierung dieser täglichen Bewegungseinheit. Und so geht es auch nicht, meine Damen und Herren von der Regierungskoalition. (Beifall bei der SPÖ.) Der zweite Punkt, das Nationalstadion. Na ja, klar haben wir in Wien ein großes Stadion, aber alle, die dieses Stadion kennen, wissen, dass es in die Jahre gekommen ist und auch für Sportgroßveranstaltungen wie Europacup-Finale etc. einfach nicht mehr geeignet ist. Und jetzt höre ich natürlich die Stimme: "Na, wir haben kein Geld und wie sollen wir uns das leisten?" Ja, das stimmt schon. Aber ich glaube, gerade in schwierigen Zeiten entscheidet es sich, ob die Politik gestalten oder nur verwalten will. Und die Frage ist: Haben wir einen Plan oder haben wir wieder nur Ausreden? Und das Nationalstadion ist ja schon länger in Diskussion und es darf natürlich auch kein elitäres Projekt sein. Das muss ein Projekt sein, wo Spitzensport, wo Breitensport verbunden wird, das multifunktional nutzbar ist, Konzerte, eh klar, und das auch Raum für den Nachwuchs, für die Vereine bietet. Was es nicht werden darf, ist – so ähnlich wie die NV-Arena – ein Sanierungsfall nach 14 Jahren schon. Also das glaube ich, können wir uns nicht leisten. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist eine andere Geschichte natürlich. Und die Frage ist: Warum soll das Nationalstadion nicht wirklich in Niederösterreich stehen? Ja, klar ist Wien die Bundeshauptstadt, klar ist das irgendwie die erste Wahl. Aber wenn es Wien nicht schafft, sagen wir es jetzt einmal so, dann kann es doch durchaus auch in Niederösterreich stehen. Und wir haben es heute schon gehört, ein nicht unbekannter Niederösterreicher, der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll, hat ja das auch schon angedacht. Und ich glaube, den Traum, den darf man träumen und wir können es ja gemeinsam versuchen umzusetzen. Schauen wir es uns an, also warum nicht Niederösterreich? Dritter Punkt: Die Förderung des Ehrenamtes. Das hören wir natürlich immer, wir bedanken uns auch immer bei den Ehrenamtlichen und das auch völlig zu Recht, logischerweise nur die schönen Worte und das Klatschen hilft halt auch nicht immer. Wir stellen schon fest, dass es immer schwieriger wird in manchen Bereichen auch Ehrenamtliche zu finden, auch im Sport. Und deshalb glaube ich, dass wir das wirklich brauchen. Wir können da heute Farbe auch bekennen. Wir können versuchen mit einer Strategie, die man natürlich groß anlegen müsste, den Trend etwas umzukehren und einfach konkrete Maßnahmen zu setzen. Man braucht da nicht viel mehr tun, als dem Antrag heute zustimmen und dann einfach an die geeigneten Stellen herantreten, dieses durchzuführen. Ich glaube, Niederösterreich hat hier schon die Chance, zum Initiator einer so einer Ehrenamtsstrategie zu werden. Und warum sollte man das nicht machen? Nicht irgendwann, sondern hier und heute. (Beifall bei der SPÖ.) Und der letzte Punkt: Der Tag des Sports. Der 18. November ist natürlich jetzt nicht... kommt nicht von ungefähr. Es ist eben genau der Tag der WM-Quali. Und da geht es um mehr. Es gibt ja dort und da schon Tage des Sports. In verschiedenen Bundesländern oder auch am Heldenplatz präsentiert sich der Sport immer wieder. Aber unser Hintergrund ist eher der, dass sich an diesem Tag in ganz Österreich der Sport in all seinen Facetten, mit all seinen Protagonisten darstellt, dass er zeigt, was er kann, wie wichtig er für die Gesundheit, für die Lebensqualität, für die Bildung, für die Integration, einfach für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Da müssen die Gemeinden mitmachen. Da müssen die Bundesländer, die Vereine, alle Sportarten müssen da präsent sein. Und ich glaube, dann kann das wirklich ganz, ganz viel auch bewirken. Ich komme schon zum Schluss und möchte sagen, ich stehe ja heute hier vor Ihnen einerseits auch als Sportfunktionär. Ich habe selbst lange Zeit einen Fußballklub geführt und bin seit kurzem auch ASKÖ-Präsident und habe fast täglich mit Vereinen, mit Aktiven, mit Ehrenamtlichen zu tun. Ich kenne natürlich auch ihre Sorgen und Nöte und bin aber auch – und da überschneiden sich natürlich die vier Forderungen – ich bin auch Vater von insgesamt drei Kindern, die – zwei noch schulpflichtig, einer nicht mehr – aber alle auch unterschiedliche Sportarten betrieben haben. Und ich finde schon, dass wir uns auch unseren Kindern verpflichtet fühlen sollten, nicht nur den Vereinen. Und darum würde ich sie wirklich ersuchen – es gibt sicher Gründe, warum man hier nicht zustimmen will – aber ich würde sie wirklich ersuchen darüber nachzudenken, ob man diesen vier Forderungen, die glaube ich per se grundsätzlich ja zu unterstützen sind, dass man denen auch die Unterstützung auch gibt. Sie sind in Wirklichkeit ja nicht in erster Linie durch das Land NÖ umzusetzen, sondern die Forderungen sind ja an den Bund und den Sportminister auch in erster Linie gerichtet. Und es liegt jetzt an uns alle, dass wir mutig sind, dass wir groß denken, lassen wir uns nicht stoppen. Schaffen wir gemeinsam Strukturen, die auch in Zukunft Erfolge möglich machen. Niederösterreich kann mehr, Niederösterreich soll auch mehr wollen und Niederösterreich muss vorangehen. Ich glaube, ein paar Tage vor den Olympischen Spielen in Italien darf der Sport kein Bittsteller sein, sondern wir müssen ihm jenen Respekt zollen, der ihm auch gebührt. Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (753 KB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Wiener Neustadt
Klub/Fraktion:
Klub der Sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Niederösterreichs
Wahlpartei:
Sozialdemokratische Partei Österreichs

Detailseite von Mag. Dr. Rainer Spenger öffnen


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