Zusammenfassung
Antrag des Verkehrs-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-907-1/XX-2026 – Ersatzverkehrskonzept für die Dauer der Stammstreckensperre
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Lobner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Landesrätin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich werde Ihnen nicht erklären, wie der Landtag funktioniert. Ich bin schon einige Jahre da. Das hat uns der Herr Kollege Müller ohnehin schon erläutert und erklärt. (Abg. Müller, BSc: Danke.) Ich glaube, das heutige Thema ist aber ein wirklich essenzielles und wesentliches und wenn ich die Redebeiträge so verfolgt habe, dann sind wir uns ja offensichtlich in einem einig: Es geht um die Pendlerinnen und Pendler, und dass die Modernisierung der S-Bahn-Stammstrecke ein wesentlicher infrastruktureller Beitrag für unsere Landsleute ist, das ist unstrittig. Aber wir wissen auch, dass die Phase des Umbaus mit Sicherheit – und egal welche Maßnahmen gesetzt werden – eine mühsame sein wird. Und das wissen wir von vielen, vielen anderen Projekten. Aber lassen Sie mich vielleicht zu Beginn auch ganz kurz die positiven Aspekte dieser Modernisierung der Stammstrecke nochmals skizzieren. Es wird mehr Zugangebote geben. Es wird möglich sein, dass wir hier die Takte entsprechend auch verdichten. Wir können mehr Platzangebote anbieten und es wird hoffentlich auch die Zuverlässigkeit durch Modernisierung, durch erneuerbare oder erneuerte Infrastruktur auch möglich sein. Das klingt alles positiv, das wird es auch mit Sicherheit sein. Aber wie gesagt, vom September 26 bis zum Oktober 27 wird das schon eine große Herausforderung sein und insofern bin ich sehr dankbar, dass wir heute hoffentlich gemeinsam diesen Antrag auch zur Beschlussfassung bringen, weil es einen Schulterschluss aller Stakeholder braucht. Ich glaube, da sind wir uns einig. Sowohl das Land NÖ mit dem zuständigen Landeshauptfrau-Stellvertreter, der Infrastrukturminister Hanke sind hier gefordert, der VOR ist gefordert, die SCHIG ist gefordert, die ÖBB ist gefordert, die Wiener Linien sind gefordert, und wenn ein Rädchen nicht ins andere greift, dann können wir uns alle bemühen, dann wird es nicht funktionieren. Und das wissen wir aus der aktuellen Situation, ich weiß das selber aus dem Nordbahnausbau gerade. Wenn da irgendetwas nicht funktioniert, dann ist es für die Pendlerinnen und Pendler sehr, sehr, sehr mühsam und das gilt im konkreten Fall bei der Stammstrecke wirklich zu verhindern. Und ich glaube, da sind wir alle aufgefordert, die besten Ideen hier einzubringen, das mit allen Stakeholdern, allen Partnern professionell abzuarbeiten, denn am Ende des Tages müssen wir unsere Pendlerinnen und Pendler schützen. Fakt ist, dass es nach der Fertigstellung, nach der Modernisierung hoffentlich viel, viel besser wird. Aber eines ist auch klar, in dieser Phase wird es mühsam. Und da, glaube ich, brauchen wir uns nicht gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben, wer da schuld ist, es gilt einfach, Fehler zu verhindern. Und das Zentralste ist – und das zeigen immer wieder Maßnahmen – dass wir entsprechend zeitgerecht und professionell informieren. Die Pendlerinnen und Pendler müssen wissen, müssen sich verlassen darauf können, dass die angebotenen Verkehrsmittel und alternativen Dinge auch greifen. Es wurde von meinen Vorrednern bereits erwähnt: Wir brauchen eine U-Bahn-Verdichtung, wir müssen auf die Straßenbahnen umsteigen, es wird in manchen Bereichen auch das klassische Schienenersatzverkehrsmodell mit den Bussen geben. All das wird notwendig sein, aber wesentlich ist, dass die Kommunikation passiert. Ich möchte eines auch noch festhalten, weil das ein bisschen von den NEOS und auch von den Grünen gekommen ist, dass das jetzt ganz plötzlich in einem 34er-Antrag formuliert wurde. Also ich kann mich erinnern, da war noch der zuständige Landesrat Ludwig Schleritzko tätig, haben wir über das Thema schon gesprochen und unser Verkehrssprecher, der Flo Krumböck, hat das, glaube ich, hier im Budget-Landtag 2024 auch schon angesprochen. Also mit Verlaub, das ist uns sehr bewusst und mein Vorredner hat es ja auch angesprochen: Wären wir jetzt erst dabei hier Alternativen zu suchen, dann würde einiges nicht funktionieren. Ich glaube, das funktioniert sehr professionell und sehr gut. Wir sollten aber trotzdem darauf achten, dass jeder dieser Partner – und das sind doch einige – seinen Part auch erledigt, seine Aufgabe erledigt, um im Sinne der Pendlerinnen und Pendler diese Modernisierungsphase, diese Umbauphase entsprechend auch halbwegs akzeptabel zu gestalten. Und dann freuen wir uns alle, wenn in Zukunft in der Ostregion nämlich auch die Verkehrssituation eine bessere wird. In diesem Sinne bitte ich um Zustimmung dieses Antrages. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und Abg. Mag. Keyl.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
Zur Person

Kontaktdaten
- Wohnbezirk:
- Gänserndorf
- Klub/Fraktion:
- Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich
- Wahlpartei:
- LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich