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Redebeitrag von Mario Wührer  Vorlage der Landesregierung betreffend Voranschlag des Landes Niederösterreich für die Jahre 2027 und 2028

zur 40. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 3 der 40. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 01.07.2026

Antrag des Wirtschafts- und Finanz-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-1025/XX-2026 – Voranschlag des Landes Niederösterreich für die Jahre 2027 und 2028

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Wührer (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Landesregierung! Meine geschätzten Damen und Herren! Hoher Landtag! Wir befinden uns zwar in der letzten Schulwoche, aber wir reden über die Zukunft unserer Schulen, über die Zukunft unserer Bildung in Niederösterreich. Und das ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen. Unsere Kinder und Jugendlichen verdienen sich ein Bildungssystem, das den Herausforderungen der heutigen Zeit entsprechen soll. Sie sind es, die als nächste Generation Verantwortung in allen Bereichen übernehmen sollen. Unser höchstes Gut ist das für die Zukunft. Auch sie werden Verantwortung irgendwann einmal hier im NÖ Landtag übernehmen. Die Vielfalt der Bildung beginnt in unseren Kindergärten, aber auch in unseren Volksschulen. Und wir stehen zu unseren Volksschulen in der jetzigen Form und lehnen die Experimente vom Bildungsminister Wiederkehr total ab. Präsident Pressl hat hier klar eine Aussage getätigt: "Es ist ein praktisches Problem sowie auch ein Investitionsproblem." Volksschule und Kindergärten gehören zu unseren Orten und unseren Dörfern und dort gehören sie auch hin. Wir brauchen keinen Zentralismus, wir brauchen keine großen Einheiten bei unseren Kleinsten, keine unnötigen Kilometer von A nach B, wie es die NEOS zum Teil auch fordern. Ich denke, vor Ort, das ist die Lösung, und das ist auch die Zukunft. Wollen wir unseren Gemeinden wieder hohe Investitionskosten aufbürden? Also ein klares "Nein" nach Wien. Niederösterreich ist ein starkes Bildungsbundesland, das spiegelt auch das Budget 2027 und 2028 wider. Insgesamt 1.163 Bildungsangebote von der Volksschule bis zur AHS sowie unsere Berufsschulen, wo man aus 200 Lehrberufen auswählen kann und unsere landwirtschaftlichen Fachschulen. Ein Blumenstrauß an Bildung. Gerade unseren Berufsschulen kommt eine große Verantwortung zu. Die Lehre muss attraktiv sein, da wir alle Fachkräfte in Zukunft brauchen. Circa 12 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in unsere Landesberufsschulen investiert – ein klares Signal, eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich. Und unsere landwirtschaftlichen Fachschulen erfreuen sich auch großer Beliebtheit. Auch hier investiert das Land Niederösterreich in die Zukunft und Forschung. Wir brauchen gut ausgebildete Bäuerinnen und Bauern, die die Betriebsführung in der Landwirtschaft übernehmen. Es geht um nicht weniger als mehr um unsere Ernährungssicherheit und Forschung in klimafitte Wälder, in klimafitte Pflanzen und Böden, ein effizientes Bewässerungsmanagement und das hat uns klar in den letzten Wochen gezeigt, wohin die Reise geht. Ein Thema, das wir schon oft im NÖ Landtag diskutiert haben, ist das Thema Sonderschulen. Die Volkspartei Niederösterreich steht zur Wahlfreiheit. Neben Inklusion hat die Sonderschule ihre Berechtigung. Es gibt Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Pflegebedarf oder mit schweren Beeinträchtigungen. Es braucht eine eigenständige Ausbildung für Sonderpädagogik. Unsere Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hat das umso missverständlicher gesagt. Es braucht ein duales System. Die Sonderschule muss ein fixer Bestandteil unserer Bildungslandschaft bleiben. Das Fazit unserer Bildungsarbeit: Erhalt der kleinstrukturierten räumlichen Nähe, Mittelschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Sonderschulen mit eigenständiger Ausbildung, eine erfolgreiche Sommerschule, die gekommen ist, um zu bleiben, 209 Standorte in Niederösterreich, Landesberufsschulen und unsere landwirtschaftlichen Fachschulen, die sehr, sehr wertvoll sind. Und Niederösterreich, das Land, ist ein starker Partner beim Schulausbau. Und all das, mehr und noch viel, viel mehr ist in diesem Doppelbudget 2027 und 2028 abgebildet. Ich möchte mich hier an dieser Stelle bei allen Pädagoginnen und Pädagogen ganz herzlich bedanken für ihre Arbeit vor Ort und wünsche auch Ihnen schöne Ferien. Das ist das Wichtigste, dass wir dann im Herbst wieder gut starten können. Und warum machen wir das alles? Für die beste Zukunft unserer Kinder. Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (1,1 MB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Amstetten
Klub/Fraktion:
Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich
Wahlpartei:
LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich

Detailseite von Mario Wührer öffnen


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