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Redebeitrag von Richard Hogl  Vorlage der Landesregierung betreffend Voranschlag des Landes Niederösterreich für die Jahre 2027 und 2028

zur 40. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 3 der 40. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 01.07.2026

Antrag des Wirtschafts- und Finanz-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-1025/XX-2026 – Voranschlag des Landes Niederösterreich für die Jahre 2027 und 2028

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Hogl(ÖVP): Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe heute die ehrenvolle Aufgabe – und geschätzter Herr Präsident, auch danke für deine einleitenden Worte auch schon zu diesem Punkt, zu dieser Debatte, wo die Landesausstellung 2030 in Retz den Abschluss bildet. Und das ist mir wirklich eine große Ehre als Abgeordneter des Bezirkes Hollabrun und danke an die Landesregierung für den einstimmigen Beschluss für diese Vorlage, und wir werden das heute hoffentlich auch in der selben Dimension nachvollziehen, das würde ich mir zumindest wünschen. Warum? Weil wenn man im Weinviertel vom Boden spricht – und da kommen wir auch zu dem Titel dieser Landesausstellung "Vom Meeresgrund zum Rebenland. Weinviertel. Erlebnisviertel." ...vom Boden im Weinviertel, weiß jeder, um was es geht. Es war der Meeresgrund, es ist dann der Löss, es ist der Boden, auf dem wir leben, der durch Generationen geprägt wurde, unsere Landwirtschaft geprägt hat, letztendlich auch den tollen Weinbau, der heute schon einmal angesprochen worden ist, geprägt hat und natürlich auch die vielen agrarischen Produkte. Momentan leiden wir halt ein bisschen unter der Trockenheit. Ich glaube, dann weiß man ganz genau, dass hier wirklich eine große und eine einmalige Geschichte im Bezirk Hollabrun, im Raum Retz stattfindet. Wir können auf die Geschichte stolz sein. Wir haben vieles, was wir in Retz und im Bezirk Hollabrun erleben können, und wir wollen das auch der Bevölkerung zeigen und zum Ausdruck bringen. Das soll ja der Sinn einer Landesausstellung sein: Regionen, die vieles verbergen, die vieles haben, das auch an die Öffentlichkeit zu bringen und Leute einzuladen, dass sie in die Region kommen, nicht nur zur Ausstellung selbst, sondern darüber hinaus auch dann später, um gute Weine zu kaufen, andere Angebote zu nützen, auch breite kulturelle Angebote, die es bei uns im Bezirk Hollabrunn vielfach gibt, und natürlich auch zu einem längeren Verweilen in dieser Region, die sich sehr für das Radfahren, für das Wandern oder für Entspannung auch eignet, um zur Ruhe zu kommen. Wir haben mit dieser Landesaustellung vor, dass wir die Region stark verbinden, dass wir die Gemeinden, die Betriebe, die Vereine, die Institutionen, die Beherbergungsbetriebe, aber auch Museen, Kulturinitiativen, die Schulen und alles, was sich eben rund um den Weinbau und um die Landwirtschaft dreht, zusammenzubringen, zu verbinden und ein großes Angebot zu machen. Das ist unser Ziel, und darum werden auch 24 Millionen in diese Landesausstellung hineininvestiert. Es wird in Retz das ehemalige Bezirksgerichtsgebäude und ein Teil des Althofes saniert, hergerichtet auch als Ausstellungsräumlichkeiten, um so auch für die Nachnutzung auch wieder Gebäude zur Verfügung zu haben. Und diese Nachnutzung soll aber nicht nur jetzt im Bereich dieser beiden Gebäude sein, sondern für die gesamte Region ausstrahlen und eine Nachnutzung bringen, wie ich schon angesprochen habe, auch, dass die Region weiter besucht wird. Und diese Landesaustellung 2030 ist ein guter Anlass. Wir haben es schon bei anderen Landesaustellungen gesehen. Zum Beispiel war bei einer der letzten im Weinviertel, in Marchegg... im Jahre 2022 sind 147.000 Besucherinnen und Besucher in die Region gekommen. Und ich kann mich selbst noch erinnern an die letzte Landesaustellung im Bezirk Hollabrunn, am Heldenberg, wo auch vieles herausgebracht wurde, sei es der Konzertsaal in Ziersdorf oder sei es der Brandlhof oder viele andere Initiativen am Heldenberg und die Kreisgräben, die auch vor den Vorhang geholt wurden. All das war auch ein Zeichen, dass das wirklich heute noch genutzt wird, wo heute noch die Regionen davon profitieren. Ja, Retz ist der Mittelpunkt, aber wie gesagt, auf den gesamten Bezirk wird sich das ausstrahlen, und darum passt das Thema Boden auch für die Bodendenkmalpflege hier genauso gut dazu. Erdgeschichte und Kulturgeschichte, Landwirtschaft, Weinbau, Siedlungsgeschichte und natürlich auch unsere einzigartigen Kellergassen, die hier auch wieder in den Fokus gerichtet werden sollen. Wir haben Kellergassenschutzkonzepte zunehmend, die jetzt weiter ausgeweitet werden, um hier auch diese wertvollen Zeugen der Vergangenheit auch für die Zukunft zu erhalten, aber auch für die Zukunft nutzbar zu machen, wie es auch unserer Landeshauptfrau, der Johanna Mikl-Leitner, immer wieder ein großes Thema ist. Die Menschen im Bezirk Hollabrunn werden zeigen, dass sie anpacken können, dass sie sich einbringen und dass sie beste Angebote nutzen können. Die Menschen in Hollabrunn – das merkt man jetzt schon – sind motiviert. Wir werden uns auch mit den Bürgermeistern demnächst treffen. Der Retzer Bürgermeister als Koordinator in der Stadt, und ich werde mich um das Projekt auch im Bezirk annehmen. Wir wollen wirklich alles daran setzen, dass diese Ausstellung ein wirklich guter Erfolg wird, dass wir jetzt etwas sehen, so wie es in der Landwirtschaft und im Weinbau auch üblich ist, dass wir in der Zukunft dann auch in den nächsten Generationen auch tatsächlich ernten können, aber wir setzen jetzt den Startpunkt. Und nochmal danke an die Landesregierung, weil ich bin schon etwas enttäuscht, dass die NEOS sagen, sie können diesem Projekt nicht zustimmen. Aber da sieht man irgendwo auch den Unterschied zwischen unseren beiden Fraktionen, die vielleicht in so manchem eine gemeinsame Geschichte haben: Euch geht es halt um einen Zentralismus, uns geht es um die Region. Aber ich appelliere daran: Geht auch im Bezirk! (Unruhe bei den NEOS. – Beifall bei der ÖVP und FPÖ.) Bürgerliche Politik und Politik für die Menschen lebt nicht vom Zentralismus, es lebt für die Regionen. Die sollen eine Chance haben, und darum bitte ich Sie, dieser Landesausstellung 2030 zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP und FPÖ.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (1,1 MB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Hollabrunn
Klub/Fraktion:
Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich
Wahlpartei:
LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich

Detailseite von Richard Hogl öffnen


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