Zusammenfassung
Antrag des Rechts- und Verfassungs-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-1011/XX-2026 – Gleichstellung des Lehrpersonals und Kostenrefundierung des Bundes für Lehrpersonen im Bereich Pflegeausbildung
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Punz, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kollegen! Die Pflege ist eine der tragenden Säulen unseres Gesundheits- und Sozialwesens. Und dass die Versorgung auch in Zukunft gesichert werden kann, braucht es vor allem eines: Das sind genügend gut ausgebildete Pflegekräfte. Und um diese Pflegekräfte auszubilden, braucht es wiederum Ausbildner. Und die Pflegeausbildung muss den Stellenwert und die Bedeutung von uns erhalten, die sie verdient. Entscheidend für die Qualität der Ausbildung sind letztendlich die Lehrpersonen. Sie bringen nicht nur fachliches Wissen mit, sondern auch die praktische Erfahrung aus dem Gesundheits- und Pflegebereich. Und gerade diese Verbindung aus der Theorie und Praxis sind für die Pflegeausbildung von besonderer Bedeutung. Wer Menschen auf einen Pflegeberuf vorbereitet, der muss auch die Realität des Berufs kennen und entsprechend vermitteln können. Das passiert in Niederösterreich, das habe ich persönlich schon oft miterlebt bei den Veranstaltungen, bei den Ehrungen, für die Abschlüsse. Ich glaube, dieses Feingefühl haben die Personen im Pflegebereich, die Ausbildner bei uns und dafür gebührt ihnen mein aufrichtiger Dank. Der vorliegende Antrag spricht einen zentralen Punkt an, eben dass Lehrpersonen im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege nicht durch unsachliche Hürden, zusätzliche Ausbildungspflichten und Gehaltsabschläge benachteiligt werden. Ich glaube, das können wir uns in einer Situation, die wir generell im Gesundheitswesen oder beim Personalmangel haben, schlicht und ergreifend nicht leisten. Wer Menschen für die Pflege gewinnen will, der muss auch die stärken, die diese Menschen ausbilden. Und es ist nicht zielführend, diese Pflegekräfte durch Nachqualifizierungserfordernisse zu belasten oder von der Arbeit abzubringen, weil sie sich nicht entsprechend wertgeschätzt fühlen. Es braucht also klare rechtliche Rahmenbedingungen, damit die Kosten für geeignetes Lehrpersonal fair getragen werden und im Umkehrschluss auch die Länder dabei nicht allein gelassen werden. Der Antrag ist ein Schritt in diese Richtung, um die Pflegeausbildung abzusichern, die Lehrpersonen aufzuwerten und die Verantwortung des Bundes hier einzufordern. Ich nehme die Zustimmung vom Kollegen Pfister wohlwollend zur Kenntnis. Ich glaube, es ist trotzdem unabhängig vom Zeitpunkt immer ein schönes Zeichen, wenn man sich auf ein Thema einigen kann und das als Landtag von Niederösterreich unterstreicht. Aber ist egal, ob das jetzt im Juni ist oder vielleicht im Winter, wichtig ist, dass wir ein Zeichen für die Ausbildner in der Pflege setzen. Denn eines ist klar: Die gute Pflege beginnt mit guter Ausbildung. Gute Ausbildung braucht gute Rahmenbedingungen, eine faire Anerkennung und eine verlässliche Finanzierung. Und ich danke für die Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
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