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Redebeitrag von Bernhard Heinreichsberger, MA  Vorlage der Landesregierung betreffend Universitätsklinikum Tulln, Sanierung und Umsetzung des NÖ Gesundheitsplans 2040+

zur 39. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 6 der 39. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 18.06.2026

Antrag des Wirtschafts- und Finanz-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-1012/XX-2026 – Universitätsklinikum Tulln, Sanierung und Umsetzung des NÖ Gesundheitsplans 2040+

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Heinreichsberger, MA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen des NÖ Landtages! Ja, ein Antrag, den man gern entgegennimmt, den man gern auch debattiert. Es geht um die Sanierung unseres Universitätsklinikums und besonders als Abgeordneter aus dem Bezirk Tulln kommend, freut es mich umso mehr, wenn wir das heute beschließen dürfen. Ich glaube, die Geschichte des Universitätsklinikums Tulln ist sinnbildlich für die Geschichte vieler Spitäler und Kliniken in Niederösterreich, eine lange Geschichte von 1984, wo der Grundstein gelegt wurde, wo heute das Klinikum steht, bis 1989, wo eben heute am Alten Ziegelweg das Krankenhaus auch fertiggestellt wurde. Und dann gehen wir über die wichtigen Meilensteine, die eigentlich die Entwicklung vieler Krankenhäuser und Kliniken widerspiegelt: 2002 die Zusammenführung der Krankenhäuser Tulln und Gugging, 2005 Beginn der Kooperation mit der Medizinischen Universität Wien, auch ein Meilenstein für uns in Tulln, 2007 Ausbau zum modernen Schwerpunktkrankenhaus mit vielen Bereichen, 2014 zur Ernennung zum Universitätsklinikum der Karl Landsteiner Universität, 2015 Lehrkrankenhaus der IMC Krems und 2025 die Eröffnung des neuen Bauteils für die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die wir auch schon damals im NÖ Landtag beschlossen haben. Diese Entwicklung zeigt, dass sich das Universitätsklinikum stets weiterentwickelt und in den Jahrzehnten davor auch weiterentwickelt hat, so wie es auch die Medizin tut, so wie es auch die demografische Entwicklung mit sich trägt. Und heute können wir voller Stolz sagen, wir haben ein Schwerpunktkrankenhaus für Niederösterreich-Mitte mit 431 systemisierten Betten, 39 ambulanten Betreuungsplätzen und rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 260 Ärztinnen und Ärzte, 580 Pflegekräfte, 360 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und genau diesen möchte ich jetzt einen großartigen Applaus spenden und mich für ihren Einsatz bedanken. Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP, Abg. Mag. Suchan-Mayr und Abg. Mag. Scheele.) Diese bewerkstelligen nämlich 17.000 stationäre Patientinnen und Patienten jährlich, 394.000 ambulante Kontakte und etwa 6.900 Operationen pro Jahr. Und gleichzeitig können wir stolz sein in Tulln, Universitätsstandort, Forschungsstandort, Ausbildungsstandort, Lehrkrankenhaus und Partner der Karl Landsteiner Universität und der MedUni Wien auch zu sein. Nun, jetzt sind wir hier auch beim Umbau und warum ist der Umbau notwendig? Ganz klar, wie ich schon erwähnt habe, von der Historie heraus: Der wichtigste Bauteil, wer das alte Krankenhaus noch kennt, wo man reingegangen ist und gleich in der Ambulanz gestanden ist, wo man links abgebogen ist, ist mittlerweile 40 Jahre alt und mittendrin, ich sage jetzt einmal, im jetzigen Krankenhausgebilde und gleichzeitig hat sich aber auch die Bevölkerung weiterentwickelt, wie wir heute schon mehrmals diskutiert haben. Die Bevölkerung wächst, die Menschen werden älter, die chronischen Erkrankungen nehmen zu und die medizinische Betreuung wird zum Glück immer intensiver. Das bedeutet aber auch, dass wir mit der Medizin natürlich und auch mit den baulichen Maßnahmen nachziehen müssen. 133,7 Millionen Euro werden da in Tulln investiert und wird auch für die nachhaltige Modernisierung investiert. Ich möchte kurz aufführen, und zwar im Bauteil 1, die Erweiterung des Stammhauses, wie ich erwähnt habe, das wird grundlegend modernisiert. Da ist geplant die Erweiterung der chirurgischen Abteilung, ein zusätzliches Zweibettzimmer, neue Flächen für die Geburtshilfe und Gynäkologie. Und Klosterneuburg – weil es angesprochen wurde – es ist schon im Zeichen des Gesundheitsplanes, denn seit Anfang des Jahres gehen Tulln und Klosterneuburg einen gemeinsamen Weg. Das bedeutet aber auch, dass es notwendig war, gemeinsame Ressourcen auch aneinander anzupassen und natürlich aufzurüsten – wenn ich das so sagen darf – eben auf die Zusammenarbeit auf den Klinikenverbund der beiden Kliniken. Deshalb gibt es sehr wohl eine Korrelation mit dem Gesundheitsplan in dieser Sache. Der zweite Punkt ist die Errichtung einer modernen zentralen Notaufnahme. Die Erfahrungen gab es durch die COVID-Pandemie, die Patientenströme will man da klarer organisieren. Das bedeutet eine moderne zentrale Notaufnahme, eine klare Trennung zwischen Akut- und Terminpatienten, eine optimierte Wegführung, die Einführung des Manchester-Triage-Systems und eine höhere Patientensicherheit und bessere Abläufe. Drittens: die Modernisierung des OP-Bereichs. Auch diese werden modernisiert, die Lüftungsanlagen werden erneuert, die Standards verbessert, ein vierter Operationssaal wird geschaffen und die Aufwachbereiche werden organisiert. Und natürlich, viertens, natürlich auch die grundtechnische Infrastruktur. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Klinikum mehrfach erweitert – wie ich schon erwähnt habe vorher – aber die Stromversorgung ist halt irgendwie nie grundlegend total neu organisiert und aufeinander abgestimmt worden. Und das heißt, es braucht eine Entflechtung der Stromversorgung und eine Anpassung an die momentanen Sicherheitsstandards, was natürlich die höhere Betriebssicherheit mit sich bringt und eine Ausfallsicherheit in den kritischen Bereichen. Und das Wichtigste natürlich in einem Krankenhaus: die Verbesserungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und das beginnt bei der Sanierung von Garderoben bis hin zu den Besprechungsräumen, bessere Organisationsflächen, moderne Lagerbereiche und optimiertere Arbeitsabläufe. In diesem Sinne, liebe Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir investieren mit diesem Antrag nicht nur in ein Gebäude und nicht nur in Beton, wir investieren in unsere Patientinnen und Patienten, wir investieren in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in die Forschung und schlussendlich auch in unsere Gesundheitsversorgung der nächsten Generation. Daher bitte ich um geeinte Zustimmung, dass wir weiterhin unseren Gesundheitsstandort Bezirk Tulln stärken. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (803 KB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Tulln
Klub/Fraktion:
Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich
Wahlpartei:
LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich

Detailseite von Bernhard Heinreichsberger, MA öffnen


zur 39. Landtagssitzung
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