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Redebeitrag von Ing. Franz Linsbauer  Bericht des Landesrechnungshofes betreffend NÖ Landes-Feuerwehrschule, Nachkontrolle (Bericht 2/2026)

zur 38. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 6 der 38. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 28.05.2026

Antrag des Rechnungshof-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-909/XX-2026 – NÖ Landes-Feuerwehrschule, Nachkontrolle (Bericht 2/2026)

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Ing. Linsbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Hoher Landtag! Ich spreche heute zu den drei Rechnungshofberichten. Vorweg darf ich sagen, dass wir die natürlich zur Kenntnis nehmen und uns sehr herzlich bedanken bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesrechnungshofes für die gute und transparente Arbeit. Die Nachkontrolle des Landesrechnungshofs bei der Grundversorgung hat bescheinigt, dass es eine sehr beeindruckende Umsetzungsquote gegeben hat, und das haben wir heute schon gehört. Vor allem die Professionalisierung der Verwaltung hat für eine deutlich höhere Transparenz gesorgt, wo eben die Schutzsuchenden entsprechend hervorgehoben oder begleitet wurden. Die Optimierung der internen Kontrollmechanismen konnte das Land die Steuerung der Grundversorgung wesentlich präziser und verantwortungsbewusster gestalten, und die Effizienz der Abrechnung und Prüfverfahren wurde durch digitale Ansätze entsprechend gesteigert. Insgesamt wird deutlich, dass Niederösterreich die Empfehlungen eben des Rechnungshofes proaktive Chance genutzt hat. Bei der Nachkontrolle im Bericht der Integrationsangelegenheiten wird bestätigt, dass das Land NÖ die Empfehlungen im Bereich der Integrationsangelegenheiten mit hoher Priorität umgesetzt hat. Vor allem die klaren Schwerpunkte beim Spracherwerb wurden sehr positiv bewertet. Damit ist auch ein modernes Fundament geschaffen, um die gesellschaftliche Integration zielgerichtet und eben auch leistungsorientiert zu fördern. Meinen Schwerpunkt möchte ich aber auf den Bericht der NÖ Landesfeuerwehrschulen setzen. Und da möchte ich zuvor einige Zahlen unserer Freiwilligen Feuerwehren aus dem Jahr 2025 bringen. Wir haben in Niederösterreich in Summe 1.594 Freiwillige Feuerwehren. Wir haben 82 Betriebsfeuerwehren. Insgesamt haben wir 105.046 Mitglieder in unseren Feuerwehren, davon 7.828 bei der Feuerwehrjugend und über 1.100 Mitglieder bei der Kinderfeuerwehr. Im Jahr 2025 haben wir 8.410 Einsätze in den Freiwilligen Feuerwehren gehabt, 38.278 technische Einsätze, Brandsicherheitswachen waren ebenfalls über 11.500 und Gesamteinsätze eben über 68.000. Hinter jeder Sirene, hinter jedem Einsatzfahrzeug und hinter jeder erfolgreichen Hilfeleistung stehen eben Menschen, die sich mit ihrer Freizeit, ihrer Kraft und ihrem Herz in den Dienst der Allgemeinheit gestellt haben. Es waren rund 200 Millionen freiwillige Feuerwehrmitglieder, die hier im Einsatz waren, wenn man alle Einsätze zusammenrechnet, und in Summe waren es bitte 7,5 Millionen freiwillige Arbeitsstunden. Das entspricht über 4.500 Vollzeitäquivalenz, die eben 7,5 Millionen Stunden Mut, Zusammenarbeit und eben gelebte Nächstenliebe für unsere Gesellschaft geleistet wurden. Besonders erfreulich und ganz wichtig ist die Entwicklung der Mitgliederzahl, besonders eben auch in der Feuerwehrjugend und in der Kinderfeuerwehr. Über 1.100 Mädchen und Burschen entdecken bereits hier spielerisch die Welt der Feuerwehr. Und hier wächst eben nicht nur Nachwuchs heran, hier wächst eben auch die Kameradschaft für unsere Zukunft heran. Unsere Feuerwehren haben 2025 bei ihren Einsätzen 4.109 Menschenleben gerettet. 4.109-mal wurde neue Hoffnung geschenkt. Vielen, vielen Dank für diese Leistung. (Beifall bei der ÖVP.) Und wenn wir heute den Bericht des Landesrechnungshofes betreffend der Feuerwehrschulen in Niederösterreich besprechen, dann möchte ich wirklich dieses Danke an unsere Wehren in den Mittelpunkt stellen. Das Danke an jene Menschen, die eben 365 Tage im Jahr bereitstehen – und es wurde schon einige Male gesagt – zu jeder Tages- und Nachtzeit, bei Bränden, Verkehrsunfällen, Hochwässern, Sturmschäden und bei anderen Katastrophen zur Stelle stehen. Und die Zahlen, die ich vorher gesagt habe, 2025, zeigen eindrucksvoll, welche gewaltige Leistungen hier erbracht werden. Die über 68.000 Einsätze bedeuten, alle acht Minuten ist irgendwo eine Feuerwehr in unserem Bundesland im Einsatz. Hier zeigt es ganz klar und deutlich, dass hier Menschen Verantwortung übernehmen, Menschen helfen, ohne lange zu fragen, und Menschen opfern und geben ihre Zeit, ihre Freizeit, ihre Familienzeit und oft auch ihre Sicherheit, um anderen eben beizustehen. Die Feuerwehren sind längst nicht mehr nur eine Einsatzorganisation, sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil in unserer Gesellschaft, in unserem Zusammenleben. Gerade im ländlichen Raum ist die Feuerwehr oft das einzige Herzstück, der einzige gesellschaftliche Mittelpunkt in den kleinen Ortschaften, wo hier das Miteinander gelebt wird und wo auch hier junge Menschen bereits Werte wie Disziplin, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft erlernen und erleben und vor allem Sozialkompetenz direkt an unsere Jugend weitergegeben wird. Und unsere Feuerwehrjugend bietet eben für 1.000 junge Menschen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Ohne das Ehrenamt wäre dieses System – muss man ganz klar sagen – nicht finanzierbar. 7,5 Millionen Freiwillige geleistete Stunden sind von enormem Wert, unschätzbar und in Wirklichkeit auch unbezahlbar. Danke für diese wunderbare Arbeit, und dafür braucht es auch die bestmögliche Unterstützung und dazu gehört natürlich auch die bestmögliche Ausbildung. Nur einige Zahlen zu den Ausbildungen an unserer Feuerwehrschule: Es wurden in Summe im Jahr 2025 485 Kurse abgehalten, 18.771 Mitglieder wurden geschult, 427 Kommandantenausbildungen wurden ausgebildet. Es wurde bereits erwähnt: E-Module wurden vermehrt angeboten und eben der Schwerpunkt für die Führungskräfteausbildung wurde gelegt. Zusätzlich gibt es eben noch zahlreiche Kurse auf Bezirksebene, und die Zusammenarbeit zwischen dem Landesfeuerwehrverband und der Landesfeuerwehrschule, Landesfeuerwehrsicherheitszentrum funktioniert perfekt. Und das zeigen auch die feuerwehrfremden Organisationen, die dieses Angebot in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel von der UNO, Cobra, Bundesheer und so weiter. Der vorliegende Bericht des Landesrechnungshofes zeigt dabei, dass die Empfehlungen aus der ursprünglichen Prüfung eben ernst genommen wurden und zahlreiche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden. Das ist positiv, denn die Nachkontrolle bedeutet nicht nur bloße Kontrolle, sondern sie soll eben auch Verbesserungen sichtbar machen und auch Weiterentwicklungen aufzeigen und ermöglichen. Und gerade bei so einer wichtigen Einrichtung wie eben unserer Landesfeuerwehrschule ist es entscheidend, dass hier effizient, wirtschaftlich und auch zukunftsorientiert gearbeitet wird. Denn eines ist klar: Sicherheit beginnt nicht beim Einsatz, sondern eben bei der Ausbildung. Und jede Investition in die Ausbildung ist eine Investition in die Sicherheit unserer Bevölkerung und vor allem ist das auch eine Investition in die Sicherheit jener Menschen, die eben freiwillig bereit sind, hier für uns diese Verantwortung zu übernehmen. Ich glaube, wir können mit gutem Gewissen festhalten, dass wir in Niederösterreich sehr stolz auf unsere Feuerwehren sein können: Stolz auf ihre Einsatzbereitschaft, auf ihre Professionalität und stolz auf das unglaubliche Engagement, das ehrenamtliche Engagement. Deshalb möchte ich zum Abschluss allen Feuerwehrmitgliedern – vom jüngsten Feuerwehrmitglied angefangen bis zum erfahrenen Kommandanten – ein aufrichtiges Danke sagen. Danke für euren Einsatz, für euren Mut, danke für eure Zeit und danke, dass ihr immer da seid, wenn wir Hilfe brauchen. (Beifall bei Abg. Schindele.) Ihr seid nicht nur Lebensretter, sondern ein Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts in Niederösterreich. Ein herzliches "Gut Wehr" an alle unsere Feuerwehren. (Beifall bei der ÖVP und Abg. Schindele.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (821 KB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Horn
Klub/Fraktion:
Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich
Wahlpartei:
LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich

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