Zusammenfassung
Antrag des Rechts- und Verfassungs-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-967/XX-2026 – Verbot der privaten Schutzhundeausbildung – Änderung des NÖ Hundehaltegesetzes
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Mag. Keyl (FPÖ): Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Präsidentin! Also, dass dieser Antrag derart faktenfrei ist, ja, und trotz Nachfragen hier keine Aufklärung stattgefunden hat, das war zu erwarten. Aber dass die Argumente hier noch einmal wiederholt wurden, obwohl wir klare Fragen gestellt haben, das ist wirklich unverständlich. Es ist wieder einmal hier gesprochen worden von Scharfmachen, von Beißhemmung abtrainieren. Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, das alles passiert nicht. Wir haben in Österreich, in Niederösterreich, ein streng normiertes Regelwerk. Wir haben verantwortungsvoll agierende Hundesportvereine. All das, was Sie hier geschildert haben, um niedrige Instinkte zu bemühen, das findet nicht statt. Was Sie aber mit diesem Antrag ...mit diesem undurchdachten Antrag erreichen, ist eine Verlagerung in den Hinterhof. Mir ist es lieber, dass die Ausbildung von Schutzhunden, die notwendig ist – was Anja Scherzer wirklich gut geschildert hat, warum sie notwendig ist – unter kontrollierten Bedingungen von Menschen, die eine Ahnung haben, die eine Ausbildung haben, dass es so in dieser Art und Weise durchgeführt wird. (Beifall bei der FPÖ.) Und wir haben den Antragstellern die Frage gestellt, wo denn die Beißunfälle sind, die hier in diesem Antrag geschildert werden? Wir haben darauf keine Antwort bekommen, weil es sie nicht gibt. Und jetzt sind endlich die Experten benannt worden: der VGT. Also man kann auch sagen, eine NGO von links. Das sind dann die Experten, die hinter diesem Antrag stehen. Mir ist es lieber, wenn wir mit Experten von Bundesheer und Polizei oder von Schutzhundeausbildern in den Hundesportvereinen sprechen. Also das sind schon die Leute, die eine Ahnung haben vom Schutzhundesport und nicht irgendwelche Ideen oder irgendwelche Eindrücke hier einfließen lassen. (Abg. Mag. Moser, MSc: Die sind nicht gemeint damit. Habt ihr das nicht verstanden? Die sind nicht gemeint damit, Bundesheer und Polizei.) Wir reden ja nicht davon, von der Ausbildung beim Bundesheer, sondern als wichtige Vorphase. Und das, glaube ich, ist genau das, was wir an Ihrem Antrag auch stark kritisieren müssen. Sie spielen mit der Sicherheit im Endeffekt, der Sicherheit ja im österreichischen Hundewesen. Warum? Wir, das Bundesheer, die Exekutive benötigen gut ausgebildete Hunde (Unruhe bei Abg. Dr. Krismer-Huber.), die in einer Sportprüfung, wo – und jetzt wiederhole ich es noch einmal – wo es nicht darum geht, eine Beißhemmung abzutrainieren, wo es nicht darum geht, den Hund scharf zu machen, sondern wo einfach unter kontrollierten Bedingungen ein Sport ausgeübt wird. Aber warum ist es wichtig? Weil das eben die Vorstufe ist, um Hunde auszuwählen, ob sie geeignet sind für – und wenn man so will – die nächste Stufe, wo es dann wirklich daran geht, dass man in der Ausbildung auch eine Mannschärfe trainiert. Das ist den Profis vorbehalten. Aber diese Vorstufe ist einfach nur unter diesen Bedingungen möglich. Und was würde passieren? Es würde passieren genau das, was die Anja Scherzer vorher gesagt hat: Es würde sich die Beschaffung der Hunde, die Auswahl der Hunde und die gesamte Zucht ins Ausland verlagern. Und was können wir dort nicht? Wir haben dort keine Tierschutzstandards, wir haben dort keine Ausbildungsstandards, so wie wir sie hier in Österreich überprüfen können. Meine sehr geehrten Damen und Herren, lassen wir doch lieber über die Kuh im Dorf. (Abg. Müller, BSc: Ich dachte es geht um Hunde. – Heiterkeit bei Abg. Dr. Krismer-Huber, Abg. Kainz und Abg. Lobner.) Oder den Hund. Von mir aus, wenn wir dann alle dabei sind, auch die Kirche, auch die Kirche, ja. Aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist doch ...es kann doch nicht im Sinne des Landtags sein, einerseits eine Schutzhundeausbildung in Hinterhöfe oder ins Ausland zu verlagern. Meine sehr geehrten Damen und Herren, vertrauen wir unseren Hundesportvereinen! Sagen wir danke dafür, dass sie sich um die Hunde kümmern, dass sie eine wirklich gute Ausbildung machen mit den Hunden, aber kriminalisieren wir sie nicht. Und das genau kann man diesem Antrag vorwerfen, und deshalb lehnen wir ihn mit Fug und Recht ab. Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
Zur Person

Kontaktdaten
- Wohnbezirk:
- Korneuburg
- Klub/Fraktion:
- FPÖ Niederösterreich Landtagsklub
- Wahlpartei:
- Freiheitliche Partei Österreichs