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Redebeitrag von Mag. (FH) Helmut Fiedler, PhD  Aktuelle Stunde der Abgeordneten Kaufmann, MAS u.a. betreffend für die beste Zukunft unserer Kinder: Bildungschancen sichern statt praxisferner Schulexperimente

zur 38. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 2 der 38. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 28.05.2026

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-993/XX-2026 – Für die beste Zukunft unserer Kinder: Bildungschancen sichern statt praxisferner Schulexperimente

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Mag. (FH) Fiedler, PhD (FPÖ): Danke, Herr Präsident! Werte Landesregierung! Geschätzte Abgeordnete! Gleich zu Beginn möchte ich an die Adresse der NEOS noch etwas verlieren: Die FPÖ dürfte von großem Interesse sein in der Bildungspolitik von den NEOS, sonst hätten wir nicht gleich die erste Grußbotschaft erhalten. Und in diesem Sinne wäre es wahrscheinlich sinnvoller für die NEOS, wenn man ein bisschen weniger Zeit in dieser Twitter-Empörungsblase verbringt, sondern ein bisschen mehr Zeit in den Klassenzimmern Österreichs. (Abg. Mag. Collini: ...unverständlich... eine Bildungsbombe der FPÖ abgeworfen. – Abg. Mag. Kollermann: Wir schauen auf Instagram, was der Herr Landbauer gerade macht. – Beifall bei der FPÖ, dem Zweiten Präs. Waldhäusl und LR Antauer.) Die Unvernunft unseres Bildungssystems, unseres Schulsystems in Österreich zeigt sich sehr oft an der ständigen Wiederkehr von Reformvorschlägen. Immer mehr Reformpläne, aber immer weniger Orientierung für unsere tüchtigen Lehrer und für unsere Schüler. Und ich habe mir natürlich in der Vorbereitung auf die heutige Aktuelle Stunde die Zeit genommen, dass ich versucht habe zu recherchieren, all diese Reformvorhaben, Reformpläne unseres Bildungsministers. Ich habe jetzt heute das Ganze in gebundener Form gesehen, dieses Konvolut mit ganz, ganz viel Text. Man hat sich wahrscheinlich nicht die Zeit genommen, sich kurz zu fassen darin. Und es würde einfach den Rahmen der Aktuellen Stunde sprengen, wenn ich diese geballten Reformverschläge der Unvernunft hier preisgebe. Und deswegen erlauben Sie mir, dass ich die Top 5 – die Top 5 der Unvernunft dieser Reformpläne – einfach hier vorlese: Sechsjährige Volksschule: unvernünftig. Kompletter Systemumbau unter dem Titel Plan Z: unvernünftig. Weniger klassische Wissensvermittlung: unvernünftig. Permanente Lehrplanreformen: unvernünftig. Und zu guter Letzt, übermäßige Digitalisierung bereits im frühen Schulalter: unvernünftig. (Beifall bei der FPÖ, dem Zweiten Präs. Waldhäusl und LR Antauer.) Geschätzte, Damen und Herren, wenn man all diese Reformideen – und ich nenne sie jetzt so – der Unvernunft zusammennimmt, dann erkennt man eigentlich das eigentliche Problem dieser Bildungspolitik. Man will unsere Schulen reparieren. Nein, man will sie nicht reparieren. Man möchte sie umerziehen, weg von Leistung, Ordnung und Bildung hin zu ideologischen Experimenten auf dem Rücken unserer Kinder. Und ja, Österreich und das österreichische Schulsystem haben Probleme. Und diese Probleme tragen auch einen Namen: mangelnde Deutschkenntnisse, Gewalt an Schulen, Disziplinverlust, Lehrermangel. und ein dramatischer Leistungsabfall bei Lesen, Schreiben und Rechnen. Und was macht der Herr Bildungsminister? Was sind seine Antworten? Er möchte einfach die Volksschule auf 6 Jahre verlängern. Das ist ungefähr so: Wenn ich einen Motorschaden habe bei meinem Auto, in die Werkstatt gehe, und der Mechaniker möchte mir neue Sitzbezüge verkaufen. Diese 6-jährige Volksschule ist nichts anderes als die alte Gesamtschule, verpackt in einer pinken Verpackung mit einem PR-Gag. Die Linke versucht ja bereits seit Jahrzehnten, das differenzierte österreichische, gut funktionierende Schulsystem zu zerstören. Jetzt probiert man es noch einmal mit einem neuen Namen, mit einem hippen Marketingkonzept dahinter. "Plan Zukunft" nennt das der Herr Minister Wiederkehr. Die Wahrheit ist: Das ist kein Plan Zukunft, das ist der Plan der Gleichmacherei. (Beifall bei der FPÖ, dem Zweiten Präs. Waldhäusl und LR Antauer.) Und natürlich hat die Freiheitliche Partei in Österreich recht, wenn sie sagt, hier wird ideologische Gleichmacherei über die individuelle Förderung unserer Kinder, unserer Schüler gestellt. Denn was steckt dahinter? Die leistungsstarken Kinder – die es auch gibt in Österreich, und Gott sei Dank – sollen länger aufgehalten werden, damit man statistisch so tun kann, als gäbe es weniger Unterschiede nach sechs Jahren. Nicht Leistung fördern, sondern Unterschiede verwischen. Das ist linke Bildungspolitik in Reinkultur. Und wissen Sie, was das eigentlich Erschreckende daran ist? Der Minister hat keine Antworten auf die wirklich dringenden Fragen unseres Schulsystems. Woher kommen die Lehrer? Wie funktioniert das in den ländlichen Regionen? Wer bezahlt den Umbau, den Neubau? Wie sollen Volksschul-, Mittelschul- und AHS-Lehrer gemeinsam arbeiten, obwohl sie unterschiedlichen Ausbildungen und unterschiedlichen Gehaltssystemen unterliegen? Nichts davon ist geklärt, rein gar nichts. Man darf nicht alles gleichmachen, nur weil nicht alle gleich sind. Und genau darum geht es. Kinder sind unterschiedlich und haben unterschiedlichste Talente. Manche Kinder sind sportlich, manche Kinder sind sprachlich begabt, andere Kinder technisch versiert, andere mathematisch hervorragend. Ein gutes Bildungssystem erkennt diese Unterschiede und fördert sie. (Abg. Mag. Kollermann: So wie jetzt.) Ein ideologisches Bildungssystem hingegen versucht, Unterschiede wegzudrücken, und genau das passiert derzeit mit all den Reformvorschlägen, Vorhaben unseres Bildungsministers. (Abg. Mag. Scheele: So ein Schwachsinn.) Die FPÖ sagt daher ganz klar: Das bewährte differenzierte Schulsystem muss bleiben. Wir wollen eine Stärkung unserer Gymnasien. Wir wollen echte Leistungsförderung. Und wir wollen natürlich Deutschpflicht vor Schuleintritt. (Beifall bei der FPÖ, dem Zweiten Präs. Waldhäusl und LR Antauer.) Abschließend darf ich festhalten: Die Freiheitliche Partei steht für Leistung, Fairness und eine Schule mit klaren Werten im Interesse unserer Schüler und unserer Heimat Österreich.

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (821 KB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Neunkirchen
Klub/Fraktion:
FPÖ Niederösterreich Landtagsklub
Wahlpartei:
Freiheitliche Partei Österreichs

Detailseite von Mag. (FH) Helmut Fiedler, PhD öffnen


zur 38. Landtagssitzung
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