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Redebeitrag von Edith Mühlberghuber  Vorlage der Landesregierung betreffend Gesundheitsplan 2040+, Ergebnis der Studie zur Standort-Evaluierung für ein Schwerpunktklinikum in der Versorgungsregion Weinviertel

zur 37. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 3 der 37. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 23.04.2026

Antrag des Wirtschafts- und Finanz-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-966/XX-2026 – Gesundheitsplan 2040+, Ergebnis der Studie zur Standort-Evaluierung für ein Schwerpunktklinikum in der Versorgungsregion Weinviertel

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Mühlberghuber (FPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Sehr geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Landesräte! Der Gesundheitsplan 2040+ soll in Niederösterreich die medizinische Versorgung langfristig verbessern. Ein wichtiger Teil davon ist der Bau eines neuen Klinikums im Weinviertel. Und gerade im Weinviertel geht es dabei um eine wichtige Entscheidung: Wo soll ein neues Schwerpunktklinikum entstehen? Diese Frage wurde nicht aus dem Bauch heraus beantwortet, sondern es wurden 14 Standorte geprüft. Es gab klare Regeln. Es gab Fachleute aus mehreren Bereichen. Es wurde geschaut, wo ist ein Standort gut erreichbar? Wo gibt es genügend Platz? Wo kann Personal gewonnen werden? Wo ist die Lösung wirtschaftlich sinnvoll? Und was bringt der Region auf lange Sicht den größten Nutzen? Das Ergebnis dieser Prüfung ist eindeutig und der empfohlene Standort für das neue Krankenhaus ist im Gebiet der Alten Au in Stockerau. Das reimt sich sogar. Es liegt nun eine klare Empfehlung auf dem Tisch, und sie bringt endlich Klarheit für die Region. Aber eines geht hier... es geht um viel mehr als nur um ein neues Krankenhaus. Das Ergebnis der Studie zeigt ganz deutlich: Es wird an einem gesamten Netz für Gesundheit, für Pflege und für Ausbildung gearbeitet. So ist in Hollabrunn ein Gesundheits- und Pflegecampus geplant und soll gebaut werden. Ein neues Pflege- und Betreuungszentrum mit zusätzlichen Plätzen für Menschen mit psychischer Erkrankung – zum Beispiel Demenz – eine Tagesstätte für ältere Menschen und ein Mutter-Kind-Haus. Insgesamt soll damit ein moderner Wohn-, Lebens- und Betreuungsraum für bis zu 200 Menschen entstehen. Diese Einrichtung soll nicht nur regional, sondern mit überregionaler Bedeutung für das östliche Niederösterreich wirken. Wir alle wissen, unsere Bevölkerung wird älter, der Bedarf an Pflege steigt, und darum müssen wir auch rechtzeitig handeln. Ein weiterer Baustein ist die geplante Ausrichtung eines Ambulatoriums in Hollabrunn. Es soll ein Ambulatorium mit breiten Angeboten entstehen, von der allgemeinen Erst- und Akutversorgung bis über die Frauenheilkunde, bis zur Betreuung rund um Schwangerschaft und Geburt, ein Primärversorgungszentrum, ein Fachärztezentrum. Zusätzlich sind kleinere, operative Eingriffe geplant und ein Notarztstützpunkt mit Hubschrauber 24 Stunden, sieben Tage die Woche ist vorgesehen. Das bedeutet, auch abseits des neuen Krankenhauses in Stockerau soll die Versorgung in der Region gestärkt werden. Und noch etwas ist ganz besonders wichtig: Ohne gut ausgebildete Menschen gibt es keine gute Versorgung. Darum ist auch ein Ausbildungscampus in Korneuburg vorgesehen, nahe zu Wien, um möglichst viele junge Menschen aus dem städtischen Bereich für eine Berufswahl im Pflege- und Gesundheitsbereich zu gewinnen. Ausgebildet werden dort unter anderem Pflegefachärzteassistenz, operationstechnische Assistenz, medizinische Assistenzberufe wie Gipsassistenz und Operationsassistenz. Diese Studie zeigt, dass hier nicht nur eine einzelne Entscheidung vorbereitet wird, es geht um einen größeren Plan. Es geht um die Frage: Wie wird die Gesundheitsversorgung im Weinviertel für die Zukunft, für Jahrzehnte gesichert? Dabei braucht es Klarheit, Ehrlichkeit und Verantwortung. Klarheit, weil die Menschen wissen wollen, wie es weitergeht. Ehrlichkeit, weil große Vorhaben auch sauber geplant und finanziert werden müssen. Und Verantwortung, weil es bei der Gesundheit nicht nur um Parteitaktik geht, sondern um die Versorgung der Bevölkerung. Die vorliegende Studie gibt dafür eine Richtung vor, sie nennt einen empfohlenen Standort. Es geht dabei nicht nur um ein einzelnes Bauprojekt, sondern um eine umfassende Neuordnung und Versorgung, Pflege, Ausbildung für die kommenden Jahrzehnte. Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ, LR Antauer, LR Kasser und Abg. Gepp, MSc.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (496 KB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Amstetten
Klub/Fraktion:
FPÖ Niederösterreich Landtagsklub
Wahlpartei:
Freiheitliche Partei Österreichs

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