Zusammenfassung
Antrag des Umwelt-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-916-1/XX-2026 – Energiegemeinschaften weiter ausbauen und forcieren
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Hoher Landtag! Energiegemeinschaften sind nicht die Lösung des Problems, aber sie tragen dazu bei. Und die Förderintensität für Speicher und die Energiegemeinschaften, das hängt direkt zusammen. (Dritte Präsidentin Schmidt übernimmt den Vorsitz.) Denn in der Energiegemeinschaft ist man gut beraten, wenn man ebenfalls Speicher einplant, damit man eben den überschüssigen Strom speichern kann und in der Zeit verbrauchen, wo dann eben keine Sonne scheint oder kein Wind geht. (Abg. Mag. Scheele: Stell dir vor, das machen alle.) Die Möglichkeiten in einer Energiegemeinschaft sind vielfältig. Gerade jetzt hat es wieder einen Gesetzesbeschluss gegeben, wo man Strom mit seinen Kindern, zum Beispiel, gratis tauschen kann. Wir reden da immer nur vom Energiepreis und nicht von Netzkosten. Der Netzkostenrabatt beträgt maximal 30 Prozent und nur dann, wenn ich am selben Umspannwerk hänge. Sobald ich eine Bürgerenergiegemeinschaft habe, bekomme ich keine Netzkostenersparnis mehr. Die Ersparnis liegt bei den Energiegemeinschaften lediglich darin, dass der Strompreis in der Energiegemeinschaft selbst festgelegt werden kann – sowohl für Einkauf als auch für Verkauf – und somit hat man die Möglichkeit, dass man hier regional einen Strommarkt für sich aufbaut, ohne dass man die überregionalen Netze braucht. Die Rabattgeschichte mit 30 Prozent ist etwas, was die Energiegemeinschaft braucht, denn es entstehen auch Kosten hier und somit muss eben ein Anreiz geschaffen werden, damit eben Strom regional erzeugt wird und hier genutzt werden kann. Die Einsparungen, die man erzielen kann in den Energiegemeinschaften, kann man nicht genau definieren. Das bewegt sich von 100 Euro bis 300, 400 Euro pro Haushalt, je nachdem, wie viel speise ich ein, wie viel konsumiere ich und zu welcher Zeit kann ich meine Verbraucher schalten. Das, was der Herr Dorner gesagt hat, ist völlig richtig. Wir müssen hier auch lernen, dass wir die Geräte so schalten, wenn wir Strom haben, dass wir ihn dann verbrauchen. Das ist natürlich, wenn ich einen Speicher habe, leichter möglich. Wenn wir hier die Merit-Order sehen, so bedeutet Merit-Order, dass man in der Zeit, wo uns zwei Prozent des Stromes fehlen, den ganz teuer zukaufen muss. Wenn wir es schaffen, dass wir über Energiegemeinschaften und über Großspeicher hier die Stromkapazität so weit ausweiten, dass wir nicht mehr abhängig sind von diesem System, dann haben wir einen fix kalkulierten Strompreis während des ganzen Jahres. Dass Wind und Sonne Kräfte sind, die nicht versiegen und die zur Energiebereitstellung für die Menschen einen hohen Beitrag leisten werden, da sind wir uns einig. Dass es auch genug andere Möglichkeiten noch gibt, ohne fossile Energie zu verbrauchen, auch das ist klar. Die gemeinsame Motivation, die wir haben, um Energiegemeinschaften am Leben zu erhalten und ihnen Leben einzuhauchen ist die, dass wir ganz einfach die Energie selbst erzeugen und hier in der Nähe, im Umfeld den Strom verbrauchen können. Die Windräder, die in den Gemeinden stehen, sind ein Beitrag dazu, dass eben die Bürger, die hier Windräder haben, auch günstiger einen Strom zur Verfügung haben. Also wie gesagt, die Energiegemeinschaften wie die Photovoltaikanlagen wie die Speicher sind ein Teil der Lösung. Sie werden das Problem nicht zur Gänze lösen, aber wenn wir nicht schauen, dass wir hier selbstständig werden, dass wir eigenständig werden, so werden wir ewig abhängig sein von denen, die die letzten 2 Prozent des Stromes liefern. Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
Zur Person

Kontaktdaten
- Wohnbezirk:
- Bruck an der Leitha
- Klub/Fraktion:
- Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich
- Wahlpartei:
- LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich