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Redebeitrag von Kathrin Schindele  Antrag der Abgeordneten Mag. (FH) Fiedler, PhD, Dipl.-Ing. Dinhobl u.a. betreffend Erhalt und Weiterentwicklung der Sonderpädagogik und der Sonderschulen

zur 34. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 10 der 34. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 29.01.2026

Antrag des Bildungs-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-873/XX-2025 – Erhalt und Weiterentwicklung der Sonderpädagogik und der Sonderschulen

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Schindele (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Landesrätin! Ja, ich stehe hier als alte Sonderschulpädagogin, die diese Ausbildung vorher genossen hat. (Abg. Mag. (FH) Fiedler, PhD: Alt nicht.) Herr Kollege Fiedler, ich bin aber jünger als du, also überleg dir das mit "alt" noch einmal. Und ich sage jetzt ganz ehrlich: Wir werden diesem Antrag zustimmen aus dem Grund, weil der Antragstext zu begrüßen ist. Erstens, weil sich diese Punkte im Arbeitsprogramm in der Bundesregierung wiederfinden. Und zweitens, weil ich damals diese Ausbildung genossen habe und ich glaube nicht, dass diese Ausbildung so schlecht war, Kollege Ecker (Abg. Mag. Ecker, MA: Das habe ich nicht gesagt.), weil dafür läutet mein Telefon täglich zu oft, da ich gefragt werde um Expertise. Faktum ist, viele Lehrerinnen und Lehrer, viele, die wirklich in der Praxis stehen, wünschen sich auch wieder eine länger dauernde, fundierte Ausbildung der Sonderpädagogik einfach deswegen, weil du sechs Semester, wie das vorher war, nicht in zwei Semestern unterbringst. Und vor allem, es sind nicht nur Inhalte, die du dir aneignest, es geht auch um die Praxis. Und wenn du jetzt vorher dein Studium absolvierst und das nachher, was ja auch möglich ist, berufsbegleitend dazu machst – diese Kurse finden auch oft nachmittags und am Abend statt – na, wie willst du dann zu dieser Praxis auch kommen? Und deswegen finde ich es wichtig, dass man sich hier wirklich die Ausbildung der Sonderschulpädagogen noch einmal ansieht und das überarbeitet, und dass man auch die Quote anpasst an den tatsächlichen Bedarf. Das, was mir in dem Antrag etwas zu kurz kommt und das ist immer – verzeihen Sie, wenn ich das jetzt sage – wenn von Sonderschule geredet wird, habe ich immer ein Haus vor Augen. Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Wenn wir von dieser Sonderschule, wo Sie sprechen, sprechen, dann sollte es sein, Sonderpädagogen, die in Klassen unterrichten, wo Kinder drinnen sind mit einem ASO-Lehrplan – mit einem Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule – wo Kinder drinnen sind mit einem SES-Lehrplan, das ist ein Lehrplan für erziehungsschwierige Kinder, wo Kinder drinnen sind mit erhöhtem Förderbedarf, wo Kinder drinnen sind mit Körperbehinderung und es gibt noch weitere Abstufungen. Und in welches Haus diese Kinder gehen, das ist komplett "wuascht". Ja, es können alle Kinder, die, die die Regelklassen besuchen, die, die eben diese Klassen besuchen, wo die Sonderpädagogen sind, in ein Gebäude gehen und das, was besonders wichtig ist: Dort kann nämlich Inklusion funktionieren. Dort kann Inklusion gelebt werden. Was meine ich damit? Es gibt Gegenstände, es gibt Fächer, die im Lehrplan vorgeschrieben sind, wo das wirklich funktioniert. Und das weiß ich, weil an einer Mittelschule, die ich gut kenne, ist eine Förderschule angeschlossen und das wird dort praktiziert. Und es gibt aber auch Gegenstände – wir sagen dazu Hauptgegenstände – wo die Kinder ihren eigenen Raum, ihren geschützten Raum auch brauchen, weil hier einfach die Konzentration oder andere Faktoren dazu spielen, damit sie hier zu ihrem Abschluss kommen können. Und ich sage es Ihnen ganz ehrlich, was ich vorher von der Frau Kollegin Collini gehört habe: Ich würde vorsichtig sein, zu behaupten, dass Kinder, die eine Sonderschule besuchen, einen geringeren Abschluss haben. Weil ich kann Ihnen auch aus der Erfahrung sagen, es gibt Betriebe, die gesagt haben: "Habt ihr keine Abgänger, weil die sind mir von euch weitaus lieber als aus der Regelschule." Das habe ich auch erlebt. Ja, warum ist es auch wichtig, dass wir Sonderpädagogen ausbilden? Wer glaubt, dass wir in den sogenannten "Regelklassen" keine Sonderpädagogen brauchen, der irrt sich. Die Herausforderungen sind mittlerweile so schwierig geworden, dass wir die Kinder, die früher die "alte" Sonderschule besucht haben, jetzt in den Regelklassen haben. Und wir brauchen das Personal auch dort dringend – zusätzlich – zu anderem Unterstützungspersonal, damit wir hier Kniffe haben, damit wir hier Methoden haben, wie wir mit diesen Kindern auch arbeiten können. (Beifall bei der SPÖ.) In diesem Sinn: Wer Inklusion leben will, der schafft das, der findet Wege. Es gibt die Regelklassen, es gibt die Integrationsklassen, wo es gut funktioniert, aber es muss auch Klassen geben, wo Sonderpädagogen unterrichten, wo es verschiedene andere Lehrpläne gibt. Und mein Wunsch wäre das, dass die alle in ein Gebäude reingehen, und soll dieses Gebäude von mir als "Sondergymnasium" heißen, wo alle hineingehen. Es ist mir da wirklich "wuascht". Es geht mir einfach darum: das Beste für unsere Kinder, die beste Ausbildung. Und wenn wir hier sagen, Frau Collini... sie ist jetzt leider nicht da... die haben oft schlechtere Ausbildungen, dann treffen wir selbst eine Unterscheidung, weil das – muss ich ehrlich sagen – das stimmt nicht. Danke vielmals. (Beifall bei der SPÖ, Abg. Zauner, Abg. Edlinger und Abg. Kaufmann, MAS.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (753 KB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
St. Pölten
Klub/Fraktion:
Klub der Sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Niederösterreichs
Wahlpartei:
Sozialdemokratische Partei Österreichs

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