Zusammenfassung
Antrag des Umwelt-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-870/XX-2025 – Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen den Ländern Niederösterreich und Wien zur Errichtung und zum Betrieb eines Biosphärenpark Wienerwald, Änderung
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Dr. Krismer-Huber (GRÜNE): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es war 2005, als der Biosphärenpark Wienerwald gegründet wurde und dem ist ja ein langer Prozess vorausgegangen. Die einen haben tendiert zu einem Nationalpark, die anderen sind schon mit einem Biosphärenpark auf Basis des UNESCO-Regelwerks ins Rennen gegangen und den haben wir. Ja und zwei Bundesländer haben sich vertraglich... sind übereingekommen und man muss sagen das ist schon ziemlich einzigartig. Der Wienerwald ist die Lunge Wiens, ist aber auch die Lunge für uns im Industrieviertel bis quasi in dem ganzen Bereich rund um Wien herum, und der Biosphärenpark Wienerwald hat 51 Gemeinden, die irgendwie im Biosphärenpark Wienerwald liegen. Wir brauchen jetzt nicht einen Schöffel zitieren, und dass der Wienerwald ja da einmal abgeholzt werden hätte sollen, und dass es da immer Menschen geben muss in politischen Funktionen, aber auch in der Zivilgesellschaft, die Naturschutz ganz, ganz wichtig ansehen – das zieht sich ein bisschen auch durch die Geschichte unseres Landes – so ist dieser Wienerwald auch heute wieder massiv unter Druck. Wir wissen, dass der Wald, so wie er ist, dass die Schwarzkiefern massiv unter Druck sind, dass generell die Artenvielfalt dort unter Druck ist, und dass auch Eingriffe, die eben im Biosphärenpark Wienerwald passieren, dort nicht hingehören. Wenn ich einen Kollegen anschaue in Klosterneuburg, ein massives Problem mit einer Deponie soll nicht sein. Die Zivilgesellschaft, die ganz klar einen Auftrag der Politik gibt, dass sie alles in einem Rechtsstaat Mögliche an Werkzeug in die Hand nehmen soll, um das zu unterbinden. Aber auch wenn ich daran denke, dass auf der Plöcking in St. Andrä-Wördern – eben auch eine Aushubdeponie unter anderen Vorzeichen – wirklich Probleme macht bis hin zu, dass ich glaube, da haben wir einmal ein Problem was Hochwasserschutz betrifft. Es ist der Wienerwald in vielen Belangen massiv unter Druck, und er ist auch vor allem Erholungsraum für uns Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher und für die Wienerinnen und Wiener – und das ist auch traditionell. Ich kenne da Geschichten von der anderen Generation noch, wo sie nach dem Krieg wirklich auch in den Wald gegangen sind und Holz gesammelt haben. Ich möchte sagen, dass wir uns vielleicht noch einmal den Wienerwald und das Management genauer anschauen sollten und als Landtag den Landesrechnungshof wieder einmal beauftragen, dass er genauer hinschaut. Denn als eine, die auch in so einer der 51 Gemeinden zu Hause ist als Wienerwaldgemeinde, habe ich so den Eindruck, ich bin mir über die Wirksamkeit und Wirkung so mancher Maßnahme, die dort gemacht wird... ob das Wirkung im Ziel ist, weiß ich nicht ganz genau. (Abg. Weninger: Wenn der Wein schmeckt.) Ich hätte das ganz gern, dass wir als Landtag den Landesrechnungshof da echt ersuchen, dass er noch einmal drüberschaut. Es ist mehr als zehn Jahre her, dass man sich das angeschaut hat. Es drehen sich auch, quasi auch hier im Management, die Notwendigkeiten drehen sich weiter und das wäre vielleicht ein Bericht der uns – sowohl das Land Wien, die Gemeinde Wien – als auch uns in Niederösterreich weiterbringt, was ein ernst gemeinter Naturschutz ist mit allen Problemen in einer modernen Zeit. Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)
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