Zusammenfassung
Antrag des Verkehrs-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-821/XX-2025 – Instandhaltungsfenster der ÖBB-Infrastruktur AG und Auswirkungen auf Bahn und Regionalbusangebot
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Mag. Dr. Spenger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Landesräte! Hoher Landtag! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zunächst bin ich einmal froh, dass der Kollege Müller heute trotzdem den Zug noch erwischt hat und an der Landtagssitzung teilnehmen kann. Also gratuliere, Sie haben es geschafft! So wie dem Kollegen Müller ist es mir auch ergangen. Ich bin, also nicht heute, sondern ich bin auch viele Jahre mit dem Zug gefahren und habe mich immer geärgert, wenn es Verspätungen oder Ausfälle gegeben hat. Da sind wir nicht alleine, da geht es einigen so. Insofern macht es natürlich einen Sinn, sozusagen, wenn diese Arbeiten in den Nachtstunden oder am Wochenende oder in den Ferien schwerpunktmäßig durchgeführt werden, wo ja weniger Verkehr, Zugverkehr anfällt. Ich glaube aber, wir müssen das Thema jetzt nicht größer machen, als es ist. Denn erstens verspricht ja die ÖBB, dass die Hauptverkehrszeiten möglichst ausgespart werden. Zum Zweiten, glaube ich, sind ja nur in Wahrheit Fahrgäste auf eingleisigen Nah- und Regionalstrecken betroffen und zum Dritten wird ja auch für einen Schienenersatzverkehr beziehungsweise für eine frühzeitige Kommunikation über die Scotty-App gesorgt, um die Planung auch den Fahrgästen zu erleichtern. Und ich glaube, man muss in dem Kontext schon einmal auch die Bundesbahnen verstehen, die – und wir haben es ja gehört – die auch in Zeiten sinkender Budgets Möglichkeiten suchen, die Infrastruktur und die Personalkosten in den Griff zu bekommen und möglichst wirtschaftlich effizient und kostenschonend zu sein. Es geht ja hier am Ende des Tages auch um das Geld der Steuerzahler. Ganz grundsätzlich bin ich froh, dass die Bahn so unterwegs ist, wie sie unterwegs ist. Ich glaube, die regelmäßigen Kundenzufriedenheitsmessungen zeigen oder zeugen, wie wir wissen, von einer hohen Akzeptanz. Regelmäßig werden die Fahrgäste befragt und da gibt es Zustimmungsraten, Zufriedenheitsraten von fast 80 Prozent und auch die Pünktlichkeit mit 85 Prozent wird sehr, sehr gut bewertet. Ich glaube, auch der Vergleich mit anderen europäischen Bahnunternehmen – jeder, der einmal im Ausland gefahren ist, Deutschland, England – das macht uns sowieso sicher. Und es kommt deshalb auch nicht von ungefähr, dass Österreich mit fast 1.600 gefahrenen Bahnkilometern pro Person in der EU 2025 auf Platz 1 liegt. Und ich möchte schon die Gelegenheit nutzen, auch an der Stelle mal eine Lanze zu brechen für jene Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die diese Instandhaltungen durchführen. Nämlich zu jeder Tag- und Nachtzeit, bei jedem Wetter, sie sind draußen und sorgen dafür, dass die Züge fahren und dass man von A nach B kommt. Vielen lieben Dank an dieser Stelle. (Beifall bei der SPÖ, den GRÜNEN und LH-Stv. Landbauer, MA.) Die gute Nachricht zum Schluss, ich glaube, das haben wir zuerst andeutungsweise auch schon gehört. Es hat ja bis gestern, glaube ich, noch Gespräche gegeben, dass man hier noch Änderungen herbeiführt. Da dürfte einiges auch auf dem Weg sein und einiges verbessert worden sein, insbesondere eben wieder die verstärkten Nachtzeiten zu nutzen. Dennoch werden wir den vorliegenden Antrag unterstützen und ersuchen die Verantwortlichen innerhalb der ÖBB noch zusätzliche Alternativen zu prüfen und Einschränkungen möglichst hintanzuhalten. Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
Zur Person

Kontaktdaten
- Wohnbezirk:
- Wiener Neustadt
- Klub/Fraktion:
- Klub der Sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten Niederösterreichs
- Wahlpartei:
- Sozialdemokratische Partei Österreichs