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Redebeitrag von Mag. Indra Collini  Antrag der Abgeordneten Dr. Krismer-Huber u.a. betreffend Entscheidung über das Aus für das Orchester der Bühne Baden und Änderungen bei den NÖ Tonkünstlern neu bewerten

zur 31. Landtagssitzung

Zusammenfassung

Tagesordnungspunkt 14 der 31. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 23.10.2025

Antrag des Kultur-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-790/XX-2025 – Entscheidung über das Aus für das Orchester der Bühne Baden und Änderungen bei den NÖ Tonkünstlern neu bewerten

Video-Übertragung der Sitzung

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Abg. Mag. Collini (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegenschaft! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Helga! Ich kann es gut nachvollziehen, dass dir die Zukunft der Kulturhauptstadt in Baden am Herzen liegt und du hier darum das Thema heute auch auf die Tagesordnung bringst. Denn etwas ist klar: Dass Veränderungen – gerade im Kulturbereich – Menschen immer bewegen und gerade wenn es um liebgewonnene Traditionen geht, wenn es um Identität geht, aber natürlich auch wenn es um Arbeitsplätze geht. Du hast einen Antrag eingebracht und ich muss sagen, den finde ich wirklich gut. Den hast du eingebracht anlässlich der Situation in Baden und ich finde diesen Antrag wirklich gut, weil er den Blick hier viel weiter macht auf die Kulturthematik in Niederösterreich und wesentlich weiter geht und die grundsätzliche Frage aufwirft, der wir uns im Kulturbereich stellen müssen und darum werden wir diesen Antrag auch unterstützen. Und der Kollege Zauner ist leider mit keinem einzigen Wort darauf eingegangen, was Kollegin Krismer eigentlich hier vorgeschlagen hat und der Vorschlag ist wirklich ein sinnvoller und ein guter. Weil es geht einfach darum, Transparenz in den Kulturbereich zu bringen und einerseits auch diese Entscheidung, die hier getroffen wird, nämlich zu evaluieren, ob das am Ende des Tages wirklich kostengünstig und effizienter und sinnvoll ist und dann geht es natürlich um ein übergeordnetes Thema. Der Kollege Zauner hat den Rechnungshofbericht der NÖKU angesprochen. Ich meine, das war ein verheerendes Bild, das hier gezeichnet worden ist und seit dort hat der NÖ Landtag nichts mehr gehört. Und Kollegin Krismer hat berechtigterweise die Frage aufgeworfen, dass man hier einmal nachschauen und wissen möchte als Landtag, wie der Konsolidierungspfad aussieht und für beide Themen Berichte gefordert. Und das kann man eigentlich nur unterstützen, weil das ist hier die zentrale Frage, die sich – wie Sie es auch gesagt haben – wie ein roter Faden durch den ganzen Tag heute schon zieht. Wir müssen uns die Frage stellen, wie viel Kultur will und kann sich Niederösterreich noch leisten? Und vor allen Dingen auch: Wie schaffen wir effiziente und zukunftsfähige Strukturen? Ich glaube, da sind wir uns auch alle einig: Kultur muss uns etwas wert sein, aber sie darf nicht auf dem Prinzip des Feudalismus organisiert sein und sie muss am Ende des Tages auch finanzierbar bleiben. Und da sehen wir in Niederösterreich schon leider zu oft, dass Kulturinstitutionen entstehen – also ohne klare Evidenz, ohne Ausstattungsprognosen, ohne nachhaltige Konzepte. Beispiel ist zum Beispiel auch jetzt das Theater in Wiener Neustadt – man kann es auch nicht anders sagen – und da gibt es schon ein gewisses "Koste es, was es wolle"-Denken. Jede Stadt hat das Gefühl, sie braucht eine eigene Bühne oder ein eigenes Museum und am Ende des Tages, wenn es sich finanziell dann nicht mehr ausgeht, ist es ja auch so... ich weiß, das Land NÖ und die NÖKU müssen dann einspringen, um die Dinge zu retten und das zeigt auch ganz klar, dass wir Prioritäten brauchen anstatt Prestigeprojekte. Also Kollege Zauner, sorry, wir haben genug Museen, die in der NÖKU sind, die genau aus diesem Grund in der NÖKU sind, weil es die Gemeinden nicht mehr "dastemmt" haben. Also ich weiß nicht, wieso Sie da den Kopf schütteln. So, zur Bühne Baden nochmal ganz kurz. Hier muss man auch ganz klar ausschildern: Es geht hier nicht um ein Ende, sondern es geht um einen Wandel. Und zwar soll sich eben das Stadttheater Baden künftig Musical-Produktionen zuwenden und natürlich erfordert das neue Strukturen. Und natürlich – und vielleicht muss man das auch einmal klar sagen – das Orchester wird ja nicht aufgelöst, sondern das Ziel ist, dass es in die Tonkünstler integriert wird. Es werden bei den Tonkünstlern dazu zehn neue Stellen geschaffen und die Musikerinnen können sich dort bewerben. (Dritte Präs. Schmidt: Nein, sechszehn sind sie.) Sieben der Musikerinnen gehen meines Wissens nächstes Jahr in Pension, drei müssen sich – so wie es aussieht – neu orientieren. Das sind meine Zahlen. Aber wenn es andere Zahlen gibt, gerne. Vielleicht kann die Helga Krismer uns hier auch noch mehr Transparenz schaffen. Für mich ist aber klar natürlich, dass das alles schmerzhaft ist, aber man muss auch sagen: Es ist kein Kahlschlag für Baden. Es wird auch immer wieder gesagt, es geht um einen Qualitätsverlust. Das finde ich absurd, dieses Argument, weil künftig spielt ja in Baden mit den NÖ Tonkünstlern ein Orchester von Weltrang und eigentlich ist das kein Abstieg, sondern ein Qualitätssprung. So ehrlich muss man auch sein. Aber all in all: Kultur in die Zukunft führen, das heißt Kooperation, das heißt Transparenz, das heißt Effizienz und das heißt natürlich nicht Besitzstandswahrung. Natürlich müssen sich die Dinge auch hier verändern, weil nur so können wir die Kulturlandschaft Niederösterreichs erhalten – und zwar lebendig und vielfältig und offen. Und Kultur ist kein Luxus, sie ist Teil unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts, sie ist Teil unserer Bildung, sie ist Teil der Identität. Und damit das auch so bleibt, müssen wir sie eben mutig weiterentwickeln, die Rahmenbedingungen mutig weiterentwickeln: mit Herz, mit Verstand, aber natürlich auch mit Verantwortung. (Beifall bei den NEOS.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (1.019 KB)

Zur Person

Kontaktdaten

Wohnbezirk:
Mödling
Klub/Fraktion:
Landtagsfraktion der NEOS Niederösterreich (ohne Klubstatus)
Wahlpartei:
NEOS – Das Neue Niederösterreich

Detailseite von Mag. Indra Collini öffnen


zur 31. Landtagssitzung
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