Zusammenfassung
Antrag des Verkehrs-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-791/XX-2025 – Verwendung von Blaulicht für Tierrettungsdienste in Niederösterreich ermöglichen
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Michlmayr (ÖVP): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Hoher Landtag! Es ist unglaublich! Ich habe nicht geglaubt, dass um 20 nach 10 noch so eine positive Stimmung in diesem Gebäude herrscht. Es ist der richtige Zeitpunkt für meine Premierenrede. Aber ein bisschen Scherz beseitigt, denn Tierschutz ist ein wichtiges Anliegen. In unserer Gesellschaft ist es ein Auftrag. Aber er beginnt nicht nur bei den Gesetzen oder er beginnt nicht nur beim Blaulicht am Auto. Er beginnt bei uns zu Hause, er beginnt in den Familien, er beginnt in unserem Alltag. Jeder von uns und jede von uns kann Verantwortung übernehmen – mit Herz, mit Hausverstand und mit Menschlichkeit. Und darum möchte ich auch ein kleines Beispiel bringen (Abg. Dr. Krismer-Huber: Ja, bitte!). In dem Fall war es nicht die Schildkröte, sondern in dem Fall möchte ich euch von einer streunenden Katze berichten, die rund um unser Einfamilienhaus – ich wohne ein wenig am Waldrand außerhalb der Stadt – ist die Katze dort drei Tage lang gestreunt. Meine Kinder haben die beobachtet am Fenster und wir sind aber dann auf Urlaub gefahren. Wir fahren gern nach Galtür skifahren mit meinen Kindern – vor 30 Jahren bin ich auch schon dort gewesen mit meinen Eltern, jetzt fahre ich schon mit den Kindern und meinen Eltern dahin – und als wir nach Hause gekommen sind, war die Katze noch immer da. Was machen wir? Wir haben im Familienrat... haben wir gemeinsam entschieden: Wir retten diese Katze. Und ich habe sie genommen und zum örtlichen Tierarzt, der genau neben dem Tierpark bei uns ist... habe ich sie hingebracht. Die Tierärztin ist dann draufgekommen, es ist ein Kater mittleren Alters, ein rot-weißer Kater. Wir haben ihn entwurmt, er hat keine Zecken mehr gehabt, wir haben die Feldknäuel heruntergeschnitten und dann haben wir uns überlegt: Wem könnte denn der gehören? Weil er war ein wenig zahm im Umgang, wir haben Fotos gemacht und haben einen Internetaufruf gemacht, wer einen Kater vermisst. Und soll ich euch etwas sagen? Wir haben leider den Besitzer nicht gefunden und somit haben mich meine Kinder davon überzeugt, dass es Sinn macht, wenn wir den Kater zu uns in die Familie aufnehmen. Und das haben wir dann gemacht.
Zweiter Präsident Waldhäusl: Herr Abgeordneter, bitte zum Thema sprechen. (Heiterkeit im Hohen Hause.)
Abg. Michlmayr (ÖVP): Es geht um den Tierschutz in unserem Land. Mein Sohn hat ihm sogar einen Namen gegeben, Zingaro heißt er. (Heiterkeit im Hohen Hause.) Und zwar gibt es da die Zilly, die Zauberin und der Zingaro ist der rote Kater, so ist er dazukommen. Aber ich komme jetzt wieder zum Punkt. Meine Kinder haben mich überredet, ein gutes Vorbild zu sein und ich wollte das auch sein. Und deswegen möchte ich mich bei allen Helferinnen und Helfern, die im Tierschutzbereich arbeiten, einmal herzlich bedanken. Ihr macht einen tollen Job. (Abg. Dr. Krismer-Huber: Bravo! – Beifall im Hohen Hause.) Und diese Geschichte, die ich erzählt habe, da gibt es ganz viele Geschichten in ganz Österreich. Alle, die sich um die Tiere kümmern, ich erzähle euch nicht so viele Geschichten, ich habe euch nur die eine erzählt. (Heiterkeit im Hohen Hause.) Aber es gibt viele, die das gut machen und ich habe das Ganze geschafft, ohne dass ich mit Blaulicht zum Tierarzt gefahren bin. Leben wir den Tierschutz! Geben wir diese Begeisterung für Tiere unseren Kindern weiter, dann bin ich mir sicher, dass Tierschutz auch in den nächsten Generationen ihren Platz hat. Danke. (Abg. Dr. Krismer-Huber: Bravo! – Beifall im Hohen Hause.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
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- Volkspartei Niederösterreich