Zusammenfassung
Antrag des Sozial-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-583/XX-2024 – NÖ Kinder- und Jugendhilfebericht 2023
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Schmidl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Landesrätin! Hohes Haus! Die Auswirkungen der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre bzw. deren Eindrücke, welche diese bei unseren Kindern und Jugendlichen hinterlassen haben, sind nach wie vor stark und überall spürbar. Daher bedurfte es wieder ein weiteres Lösungskonzept, auch in den Familien direkt mit den Minderjährigen in dem Feld der Unterstützung der Erziehung als auch, wenn der Schutz der betroffenen Kinder und Jugendlichen nicht mehr anders gesichert wird. Besonderer Dank gilt den Krisen- und dauernden Pflegeeltern, die dieses erste Netzwerk sind, die Kleinsten und Kleinen, die tatkräftig in den Familien aufgenommen werden und somit den ersten Schutz finden. Ich bedanke mich bei allen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, die dieses auch ehrenamtlich machen. Wir haben da sehr viele Ehrenamtliche, die da tätig sind, natürlich auch in den Bezirkshauptmannschaften, die diese Tätigkeit durchführen. Dieser Bericht bestätigt meine Besuche in den einzelnen Institutionen sehr. Ich war heuer im "Antlashof", das ist eine relativ neue Einrichtung, und mir wurde erzählt, dass die Bewohner und Bewohnerinnen, die in den Häusern sind, immer mehr an Zeit abverlangen, dass sie mehr gefordert werden, die Sozialerzieher oder Betreuer, dass sie immer mehr im Aufgabenfeld Veränderungen vorfinden und sich ständig weiterbilden müssen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Ein weiterer Besuch war bei mir im "Ambulatorium Sonnenschein" bei der Frau Dr. Birgit Wallner. Also die hat ein ganz besonderes Konzept hervorgebracht. Sie beschäftigt sich mit Kindern von 0 bis 3 Jahren, die sich unendlich viel Zeit in den sozialen Medien nehmen. Da heraus ist gekommen, dass so Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren oft bis zu 3 Stunden oder oft sogar 5 Stunden in sozialen Medien verbringen und dass diese Auswirkungen natürlich auch erst in einigen Jahren kommen. Aber das beschädigt die weiße Gehirnflüssigkeit in den Gehirnen der Kinder und es ist erwiesen, wenn sie dann älter werden, ist es für sie schwieriger in Beziehungen zu kommen oder es fördert Autismus. Das hat mich sehr beschäftigt, als sie mir diese Aspekte erzählt hat. Ich bin ja auch die Obfrau des NÖ Familienbundes und in meinem Eltern-Kind-Zentrum gibt es auch die Besuchsbegleitung. Besuchsbegleitung brauchen Familien, die sich scheiden lassen und damit beraten werden, wie sie in Zukunft mit ihren Kindern oder wer die Erziehung der Kinder übernimmt und auch natürlich die Beratung der Fürsorge. Hier möchte ich einen kleinen Auszug lesen, der mir dann zugeschickt worden ist (liest:) "Im stillen Blick eines Kindes, das zwischen getrennten Welten lebt, offenbart sich die wahre Bedeutung der Familie. Lassen wir uns daran erinnern, wie wertvoll es ist, füreinander da zu sein. Sehen wir mit Dankbarkeit auf das, was wir haben." Ich glaube, das spiegelt so manche Worte oder Gedanken der Betreuten oder Menschen, die Hilfe brauchen. Der Bericht ist sehr umfangreich gestaltet. Ich bedanke mich, dass wir wieder einen Einblick in diese Welt bekommen haben und wir werden diesem Bericht zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
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- St. Pölten
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- LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich