Zusammenfassung
Antrag des Wirtschafts- und Finanz-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-526/XX-2024 – Umstellung auf Fernwärme in den NÖ Landeskliniken, NÖ Pflege-, Förder- und Betreuungszentren und NÖ Sozialpädagogischen Betreuungszentren
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Abg. Dammerer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! In der Aktuellen Stunde wurde bereits die Notwendigkeit eines zukunftsfitten Gesundheitssystems in Niederösterreich ausführlich diskutiert. Ein Teil davon ist auch eine ressourcenschonende und möglichst emissionsarme Energieversorgung in unseren Kliniken und Betreuungszentren. Mit der Umstellung auf heimische Fernwärme möchten wir zukünftig unsere Gesundheitseinrichtung mit alternativen Heizsystemen – wie zum Beispiel Hackgut oder Pellets – beheizen. Dies bringt mehrere Vorteile mit sich. Zum einen nutzen wir einheimische regional verfügbare Rohstoffe, die nachhaltig, nachwachsend, erneuerbar und auch leistbar sind. Gleichzeitig stärken wir die aktive und nachhaltige Waldbewirtschaftung durch unsere Forstwirtinnen und Forstwirte. Sie erhalten die Multifunktionalität der heimischen Wälder zur Sicherstellung der Schutz-, Nutz-, Erholungs- und Wohlfahrtsfunktion. An dieser Stelle ein großer Dank an unsere Forstwirtinnen und Forstwirte, bäuerliche Familienbetriebe, an unsere Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der ÖVP.) In unserem Bundesland sind rund 767.000 Hektar Wald verfügbar. Das entspricht 40 Prozent der Gesamtfläche von Niederösterreich. Das bringt einen weiteren Vorteil mit sich. Wald bindet große Mengen CO2 und trägt so wesentlich zum Klimaschutz bei. In österreichischen Wäldern ist 35-mal so viel CO2 gespeichert als jährlich an Treibhausgasemissionen in Österreich ausgestoßen wird. Aus diesem Grund spielt Biomasse auch eine wesentliche Rolle – wie schon angesprochen – im NÖ Klima- und Energieprogramm. Bei der Gelegenheit möchte ich einen Appell nach Brüssel richten: Die Waldbewirtschaftung in Österreich darf nicht zum bürokratischen Spießroutenlauf werden. Österreich hat das strengste Forstgesetz der Welt. (Abg. Dr. Krismer-Huber: Nein, Slowenien.) Österreich hat kein Entwaldungsrisiko. Im Gegenteil: Die Hälfte unserer Staatsfläche ist Wald. Jährlich wächst der Wald um rund 3.000 Hektar pro Jahr nach. Das entspricht einer Fläche von rund 13 Fußballfeldern pro Tag. Kein Waldbesitzer und keine Waldbesitzerin hat daher Verständnis, dass es zusätzliche Nachweise, inklusive GPS-Verordnung der gefällten Bäume braucht. Zurück zur Wärmeumstellung in unseren Häusern. Zwei wichtige Aspekte möchte ich noch ansprechen: Gerade, wenn es um das Beheizen von unseren Gesundheitseinrichtungen geht, müssen wir – wie ebenfalls von meinen Vorrednern angesprochen – uns unabhängig von ausländischem Gas machen und auf Versorgungssicherheit setzen. Mit einem wichtigen Aspekt möchte ich schließen: Mit der Umstellung der Gesundheitseinrichtungen auf Fernwärme wird auch ein großer Schritt in Richtung klimaneutrale Energieversorgung gesetzt. Ein Beispiel aus dem Klinikum Amstetten. Hier wurde vor rund einem Jahr im Oktober 23 an das regionale Fernwärmenetz angeschlossen. Das bringt jährlich eine Einsparung von CO2 von rund 1.000 Tonnen. Mit der Umstellung der rund 21 Häuser in den nächsten Jahren leisten wir somit einen wesentlichen Beitrag zur blau-gelben Energiewende. Die Fernwärmeumstellung in unseren Gesundheitseinrichtungen bringt für uns als Fraktion viele Vorteile mit sich. Daher unterstützen wir das sehr gerne. Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
Zur Person

Kontaktdaten
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- Melk
- Klub/Fraktion:
- Landtagsklub der Volkspartei Niederösterreich
- Wahlpartei:
- LH Johanna Mikl-Leitner VP Niederösterreich