Zusammenfassung
Antrag des Gesundheits-Ausschusses
Verhandlungsgegenstand
- VerhandlungsgegenstandLtg.-943/XX-2026 – Notärztliche Versorgung in Niederösterreich auf sichere Beine stellen
Video-Übertragung der Sitzung
Auszug aus dem Sitzungsbericht
Berichterstatter Abg. Hörlezeder (GRÜNE): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Landesregierung! Hoher Landtag! Ich berichte zur Zahl 943, einem Antrag des Gesundheits-Ausschusses über den Antrag der Abgeordneten Moser u.a. betreffend notärztliche Versorgung in Niederösterreich auf sichere Beine stellen. Der Gesundheitsplan 2040+ sieht vor, die Zahl der Stützpunkte mit Notarzt-Einsatzfahrzeugen von 32 auf 21 zu reduzieren und im Gegenzug die Standorte mit hochqualifizierten Notfallsanitäterinnen auszuweiten. Die Schließung von elf Nebenstützpunkten bzw. deren Umwandlung in RTW-C-Standorte ist bereits für April 27 geplant. Die Voraussetzungen für einen adäquaten Ersatz sind bislang aber nicht geschaffen. Das im Gesundheitspakt angekündigte neue Berufsbild der diplomierten Notfallsanitäterinnen existiert in Österreich so noch gar nicht. Die derzeit höchste Ausbildungsstufe nach dem Sanitätergesetz umfasst rund 980 Stunden Ausbildung plus 660 Stunden Praxis und damit nicht einmal die Hälfte dessen, was in Deutschland mit dreijähriger Vollzeitausbildung und 4.600 Stunden oder in der Schweiz mit 5.400 Stunden bereits Standard ist. Solange diese mehrjährigen Ausbildungen in Österreich nicht etabliert ist und nicht ausreichend ausgebildetes Personal zur Verfügung steht, darf die bestehende notärztliche Versorgung nicht ausgedünnt werden. Der Antrag des Gesundheits-Ausschusses lautet:
"Der Hohe Landtag wohl beschließen:
Der Antrag wird abgelehnt."
Herr Vorsitzender, ich bitte um Einleitung der Debatte und Beschlussfassung. Danke.
Abweichungen zwischen Text und Video möglich.
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