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Tagesordnungspunkt 12  Bericht der Landesregierung betreffend NÖ Sportgesetz – Sportbericht Niederösterreich 2024

zur 31. Landtagssitzung

Zusammenfassung

31. Landtagssitzung der XX. Gesetzgebungsperiode am 23.10.2025

Antrag des Kultur-Ausschusses

Verhandlungsgegenstand

  1. VerhandlungsgegenstandLtg.-792/XX-2025 – NÖ Sportgesetz – Sportbericht Niederösterreich 2024

Berichterstatterin

  1. Anja Scherzer (FPÖ) Tagesordnungspunkt 12 Video und SitzungsberichtMag. Anja Scherzer (FPÖ)

Redner

  1. Rainer Spenger (SPÖ) Tagesordnungspunkt 12 Video und SitzungsberichtMag. Dr. Rainer Spenger (SPÖ)
  2. Indra Collini (NEOS) Tagesordnungspunkt 12 Video und SitzungsberichtMag. Indra Collini (NEOS)
  3. Dominic Hörlezeder (GRÜNE) Tagesordnungspunkt 12 Video und SitzungsberichtDominic Hörlezeder (GRÜNE)
  4. Kathrin Schindele (SPÖ) Tagesordnungspunkt 12 Video und SitzungsberichtKathrin Schindele (SPÖ) – mit Resolutionsantrag
  5. Philipp Gerstenmayer (FPÖ) Tagesordnungspunkt 12 Video und SitzungsberichtPhilipp Gerstenmayer (FPÖ)
  6. Christian Gepp (ÖVP) Tagesordnungspunkt 12 Video und SitzungsberichtChristian Gepp, MSc (ÖVP)

Abstimmung

DetailseiteAbstimmung Tagesordnungspunkt 12 Video und Sitzungsbericht

Antrag einstimmig angenommen

Resolutionsantrag Abg. Schindele betreffend Sicherung des Eissports und der Eishockey-Akademie im Sportland Niederösterreich abgelehnt: Zustimmung SPÖ, GRÜNE, NEOS, Ablehnung ÖVP, FPÖ

Video-Übertragung der Sitzung

Den textlichen Auszug des Sitzungsberichts finden Sie nach dem Video.

Auszug aus dem Sitzungsbericht

Dritte Präsidentin Schmidt: Wir kommen zum Verhandlungsgegenstand Ltg.-792, Bericht der Landesregierung betreffend des NÖ Sportgesetzes – Sportbericht Niederösterreich 2024. Ich ersuche Frau Abgeordnete Scherzer, die Verhandlungen einzuleiten.

Berichterstatterin Abg. Mag. Scherzer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Landesrat! Hohes Haus! (Präsident Mag. Wilfing übernimmt den Vorsitz.) Ich berichte zur Ltg.-792 betreffend NÖ Sportgesetz – Sportbericht Niederösterreich 2024. Das NÖ Sportgesetz normiert, dass das Land NÖ jährlich einen Sportbericht zu erstellen hat. Im Sinne dieses Gesetzesauftrags wurde für das Jahr 2024 ein Sportbericht erstellt. Der Bericht gibt einen mit Zahlen, Daten und Fakten untermauerten Überblick über die Sportlandschaft und das Sportgeschehen im Land NÖ im Jahr 2024. Die Sporthighlights im Jahresrückblick werden präsentiert, die besonderen Herausforderungen in der Sportentwicklung skizziert sowie die Schwerpunktmaßnahmen der NÖ Landessportorganisation und der NÖ Sportverbände zusammengefasst. Der Bericht liegt den Abgeordneten vor. Ich komme zum Antrag des Kultur-Ausschusses.

"Der Hohe Landtag wolle beschließen:

Der Sportbericht Niederösterreich 2024 wird zur Kenntnis genommen."

Sehr geehrter Herr Präsident, ich bitte um Einleitung der Debatte und Durchführung der Abstimmung.

Präsident Mag. Wilfing: Damit gehen wir in diese Debatte und als Erster zu Wort kommt der Abgeordnete Rainer Spenger, SPÖ.

Abg. Mag. Dr. Spenger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoher Landtag! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Vorweg ein großer Dank an die gesamte niederösterreichische Sportfamilie: Von den Dach- und Fachverbänden über die Vereine bis hin zu jeder und jedem einzelnen Sportler mit ihren kleinen und mit ihren großen Erfolgen, von den Verantwortlichen im Sportland Niederösterreich über die Trainer und Betreuerinnen bis hin zu den tausenden ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionären, deren Arbeit und Leistungen nicht hoch genug eingeschätzt werden können. (Beifall bei der SPÖ.) Von den Schulen mit sportlichem Schwerpunkt und Leistungszentren über die, ja, auch notwendigen Sponsoren bis hin zu den Medien, ohne die geht es auch nicht. Was sie alle im letzten Jahr geleistet haben, war eindrucksvoll, großartig und ist auch sehr, sehr gut im Sportbericht 2024 dokumentiert. Aber– und das wissen alle Beteiligten: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Deshalb lassen Sie mich einige Vorschläge für Themenfelder machen, wo wir aus meiner Sicht noch Luft nach oben haben. Erstens einmal das Finanzielle. Ich weiß, die Gebietskörperschaften müssen sparen, auch das Land NÖ. Ich weiß auch, dass Corona, die hohen Energiekosten und auch die Hochwasserkatastrophe uns vor große Herausforderungen gestellt haben und ich weiß zum Dritten auch, dass das Land NÖ grundsätzlich viel Geld für den Sport bereitstellt. Aber angesichts der Tatsache, dass etwa die Mittel für die Dachverbände – ASKÖ, Union, ASVO – seit Jahren nicht mehr erhöht wurden, frage ich mich schon als ASKÖ-Präsident, wie lange wir da die tollen Projekte, die wir jedes Jahr organisieren – teilweise auch mit oder für das Land – wie lange wir die noch fortführen können. Und keine Sorge, ich bin hier auch durchaus kritisch der eigenen Partei gegenüber, denn genauso problematisch sehe ich es, dass es diesbezüglich auch im Bundesbudget Kürzungen gibt. So geht das meines Erachtens auch nicht. Die Verbände, die tausenden Vereine, die Funktionäre, die Sportler brauchen ganz einfach Planungssicherheit. Der zweite Punkt: Die tägliche Bewegungseinheit in den Schulen und Kindergärten. Da sind zwei Dinge für mich unverständlich. Das Erste ist, dass die flächendeckende Umsetzung immer noch nicht erreicht ist und andererseits, dass sich hier das Land NÖ immer noch aus der finanziellen Verantwortung stiehlt. Das Sportland, die Bildungsdirektion, aber auch der Sozial- und Gesundheitsbereich sind hier in der Pflicht. Ich glaube, Koordinieren alleine ist zu wenig. Zum Dritten: Der Ausbau von Aus- und Fortbildungsprogrammen für mehr qualifizierte Übungsleiter und Trainer. Da geht sicher noch mehr, vor allem, weil es ja bei diesen Sportaktivitäten... die betreffen nicht nur den Breiten- und den Leistungssport, sondern auch Kinder, Jugendliche, vor allem auch berufstätige und ältere Menschen. Fittere Beschäftigte bedeuten weniger Krankenstandstage, fittere ältere Menschen sorgen für ein längeres selbstbestimmtes Leben und senken die Pflegekosten. Ich denke, das sollte eigentlich allen klar sein. Der vierte Punkt: Der Ausbau der Sportinfrastruktur. Viele Projekte im Land liegen auf Eis oder werden von Jahr zu Jahr verschoben. Ich denke, da sollten wir endlich den Mut haben, zu sagen, was geht und was nicht geht. Die sprichwörtliche Karotte vor der Nase hilft da niemanden, Klarheit und Ehrlichkeit sind gefragt. Und dass der Bund jetzt die Öffnung der Schulen für Sportvereine auf den Weg gebracht hat, sehe ich aber in dem Zusammenhang als sehr, sehr positiv. Beim fünften Punkt, den ich vorschlagen möchte, geht es um den klimafitten und nachhaltigen Sport. Da liegen die Herausforderungen auf der Hand. Es geht um mehr Photovoltaik auf Sportanlagen, es geht um eine verstärkte Umstellung auf LED-Beleuchtung, thermische Sanierungen, E-Ladestationen auf Sportarealparkplätzen oder ganz wichtig auch die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs für organisierte Sportereignisse. Um all das geht es und noch um viel mehr. Ich glaube, wir müssen da von den Sonntagsreden endlich in die Umsetzungsphase kommen. (Beifall bei der SPÖ.) Mein sechster und letzter Punkt betrifft die nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen, die als Liveevents auch in Niederösterreich gelten. Da sind die Städte und Gemeinden gute Partner. Wir können da wirklich gemeinsam vom Imagegewinn, von der Erhöhung der Steuereinnahmen profitieren. Für die Wirtschaft bedeutet das natürlich auch große Chancen. Ein bisschen Sorge macht mir da, wenn ich höre, dass der Ski-Weltcup am Semmering heuer ein bisschen wackelt, weil sich das Land mit den Bergbahnen noch nicht geeinigt hat. Aber ich vertraue da auf die Verantwortlichen, dass sie das noch hinbekommen. Und eine Bitte darf ich hier abschließend auch noch an den zuständigen LH-Stellvertreter, der heute nicht hier ist – da gibt es wahrscheinlich einen guten Grund – an ihn richten. Bitte sagt es ihm weiter. Vielleicht kann man das nächste Mal, wenn man eine Sportlounge veranstaltet – so wie heute in Krems – darauf achten, dass nicht zeitgleich ein Landtag stattfindet. Ich denke, alle Sportsprecher hier im Landtag würden da gerne auch mit dabei sein. (Beifall bei der SPÖ.) Zusammenfassend: Der Sport bewegt. Der Sport ist ein elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge in den Kommunen. Der Sport erfüllt eine Vielzahl an gesellschaftlichen Aufgaben. Er schafft einen Mehrwert und bringt eine hohe Wertschöpfung, er hält uns jung und fit und er spart dem Gesundheitswesen viel Geld. Der Sport ist darüber hinaus – nicht zu unterschätzen – ein ganz wichtiger Fakt in den Bereichen Integration und Inklusion, er überwindet Grenzen und verbindet. Aus all diesen Gründen darf der Sport ganz einfach kein Bittsteller sein, sondern wir müssen ihm jenen Respekt zollen, der ihm gebührt. Schwierige Zeiten bedürfen besonderer Lösungen. Ziehen wir an einem Strang! Gehen wir es gemeinsam an! Sind wir Teamplayer! Ich bin dazu bereit. Wir nehmen als SPÖ natürlich den Sportbericht zur Kenntnis. Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

Präsident Mag. Wilfing: Als Nächstes zu Wort kommt die Fraktionsvorsitzende Indra Collini von den NEOS.

Abg. Mag. Collini (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegenschaft! Sehr geehrte Damen und Herren! Der aktuelle Sportbericht, der ist wie immer sehr gut gemacht, sehr informativ und er zeigt vor allen Dingen eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig die niederösterreichische Vereinslandschaft ist. Über 3.400 Vereine, 227.000 aktive Mitglieder und mehr als 157.000 Wettkampfsportlerinnen. Das ist einfach nur "Wow" und das ist gelebte Bewegung, Gemeinschaft und Engagement. Und egal vom Fußball über das Sportschießen bis hin zum Frisbee, Minigolf und Schach oder zum Bodensport – also in kaum einem anderen Lebensbereich kommen Menschen so selbstverständlich zusammen wie im Sport, und genau darum geht es auch. Sport verbindet und ich möchte ganz kurz einfach nur darauf eingehen und streifen, warum Sport so eine Bedeutung hat und wichtig ist. Und natürlich freut man sich über eine Medaille, man freut sich über Rekorde, man freut sich über Meistertitel, aber das Entscheidende ist doch ganz etwas anderes. Sportvereine, die halten die Gesellschaft zusammen. Sie schaffen Begegnung, sie fördern den Dialog, sie bringen Menschen unterschiedlicher Generationen – egal auch welcher Herkunft oder aus welcher Lebenswelt – miteinander in Kontakt und das ist genau das, was wir brauchen, gerade in Zeiten, wo Digitalisierung und Anonymisierung so voranschreitet. Sport baut Brücken – wie gesagt – zwischen Alt und Jung, zwischen Stadt und Land, zwischen einheimisch und Zugezogenen. Sport ist ja weit mehr als Bewegung, das wissen wir auch. Er stärkt nicht nur Körper und Geist, er vermittelt Werte wie Fairness, Disziplin, Respekt. Kinder lernen, wie man mit Sieg und Niederlagen umgeht. Sie erfahren Selbstwirksamkeit, Teamgeist, Zusammenhalt. Und ein ganz wichtiger Aspekt ist: Sport bedeutet auch Verantwortung – und zwar Verantwortung füreinander. Und darum auch wirklich mein besonders großer Dank den 30.000 Ehrenamtlichen, die Woche für Woche mit großem Engagement trainieren, organisieren, motivieren. Ohne sie gäbe es diese Vielfalt nicht. Vielen Dank für ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in diesem Land! Sie sind das Rückgrat unserer Sportkultur. (Beifall bei den NEOS.) Und der Auftrag an uns als Politik, der ist auch klar: Wir müssen sicherstellen, dass die Vereine die notwendigen Rahmenbedingungen haben, nämlich finanziell, aber ganz besonders auch infrastrukturell. Und ich freue mich darum auch sehr, dass unser Bundesminister, der Bildungsminister Christoph Wiederkehr, gemeinsam mit der Sportministerin hier eine Initiative gestartet hat, dass eben künftig Schul- und Sportstätten auch für Vereine offenstehen. Ja und last but not least: Niederösterreich kann auch stolz auf seine Spitzensportlerinnen sein. Gerade das letzte Jahr war ja ein fulminantes für uns mit drei Medaillen bei Olympia: Gold für Valentin Bontus, Bronze für Michaela Polleres und für die Jessica Pilz. Ein ganz besonders starkes Jahr für den heimischen Spitzensport. Und den Athletinnen gratuliere ich stellvertretend für all jene anderen, die auch Medaillen eingefahren haben. Doch der wichtigste Erfolg, der beginnt doch dort, wo Kinder zum ersten Mal ins Wasser springen, wo sie das erste Mal über eine Ziellinie laufen oder sich beim Training Grenzen verschieben. Und wenn wir es schaffen, die Begeisterung für Bewegung und Gemeinschaft weiterzugeben, dann gewinnen wir am Ende alle. Sport ist weit mehr als Freizeitgestaltung. Er ist Gesundheit. Er ist Teilhabe. Er ist Wertevermittlung. Er ist Integration. Er ist Zusammenhalt. Sport ist gelebte Gemeinschaft. (Beifall bei den NEOS.)

Präsident Mag. Wilfing: Als Nächstem erteile ich dem Abgeordneten Dominic Hörlezeder von den GRÜNEN das Wort.

Abg. Hörlezeder (GRÜNE): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Landesrat! Hoher Landtag! Vorweg: Wir werden dem Sportbericht natürlich zustimmen. Er besteht ja in erster Linie aus einer detaillierten Aufstellung der Erfolge der Athletinnen und Athleten. Tolle Erfolge bis hin zu Olympiamedaillen, die natürlich großartig sind. Herzliche Gratulation einmal den Athletinnen und Athleten. (Beifall bei den GRÜNEN.) Aber, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, es reicht halt nicht, sich jetzt im Glanz dieser Erfolge zu sonnen und diese schönen Berichte zu präsentieren, denn bei genauem Betrachten offenbart dieser Bericht auch ein bisschen Risse in diesem Fundament. Wenn wir über Sport reden, dann müssen wir auch über den Klimawandel reden. Was nützt denn der schönste Fußballplatz, wenn er nach dem nächsten Starkregen wieder wochenlang überschwemmt ist? Und was nützt uns die beste Loipe, wenn wir schlicht und einfach keinen Schnee mehr haben? Wir sehen ja alle, dass das Klima verrücktspielt und statt jetzt nur zu applaudieren, muss sich die Landesregierung jetzt schon etwas überlegen und handeln und diese Sportstätten klimafit und krisenfit machen. Wo bleibt denn die große Photovoltaik-Offensive für jedes Vereinsheim? Wo ist denn der Plan, um die Sportinfrastruktur vor den Folgen der Klimakrise zu schützen? Da sollten wir echt dringend in die Gänge kommen. Und geschätzte Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie uns einmal über die Kinder reden. Wir beklagen Bewegungsmangel, aber was tun wir denn wirklich dagegen? Auf der anderen Seite sehe ich Eltern, die sich am Ende des Monats überlegen müssen, ob sie sich den Mitgliedsbeitrag für den Buben oder für das Mädel für den Verein leisten können, geschweige denn die Fußballschuhe, wo wir alle wissen, was sowas kostet. Sport darf jedenfalls kein Luxus sein. Er ist der Kitt unserer Gesellschaft. Der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält und ich glaube, das ist gerade wichtiger denn je. Aber Sie lassen das zu, dass die Teuerung eine unsichtbare Mauer um unsere Sportstätten zieht und leider immer mehr Kinder so von den Vereinen ausschließt. Unsere Antwort darauf ist relativ klar... das ist jetzt ein bisschen alle Jahre wieder... wir fordern eine tägliche Sport- und Turneinheit, Bewegungseinheit an allen Schulen und an allen Kindergärten und wir fordern eine gezielte Unterstützung für all jene Familien, die es wirklich dringend brauchen. (Beifall bei der SPÖ.) Und sind wir uns ehrlich: Wir müssen noch ein bisschen genauer hinschauen, wir müssen auch die Mädels fördern, die sich in männerdominierten Sportarten durchbeißen. Wir müssen den Behindertensportlerinnen und -sportlern die Barrieren aus dem Weg räumen, und zwar nicht nur im baulichen, sondern auch im übertragenen Sinne. Wir müssen auch dafür sorgen, dass sich wirklich jeder Mensch in den Vereinen wohlfühlt und willkommen fühlt. Ich sehe diesen Sportbericht als einen Auftrag, eben nicht nur die Medaillen zu zählen, sondern die Menschen zu sehen, die dahinterstehen. Es ist ein Auftrag, den Sport in Niederösterreich nachhaltig, fair und für alle zugänglich zu machen. Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)

Präsident Mag. Wilfing: Die nächste Wortmeldung ergeht an die Abgeordnete Kathrin Schindele, SPÖ.

Abg. Schindele (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoher Landtag! Wir haben heute schon viel über Sport gehört und wie wichtig auch der Sport für unsere Gesellschaft ist. Und ich möchte jetzt noch eine weitere Komponente ins Spiel bringen: Wir müssen uns auch der Verantwortung bewusst werden gegenüber den jungen Sporttalenten, gegenüber den Vereinen, aber – sonst würde ich auch nicht hier stehen – gegenüber unserer wunderschönen Landeshauptstadt St. Pölten. Und ich habe mit lauter Bedauern festgestellt, dass die Bildungsdirektion in Niederösterreich mitgeteilt hat, die Zusammenarbeit mit der "Okanagan Hockey Group" zu beenden, die auch das Sportzentrum Niederösterreich betreffen wird, weil hier werden die bestehenden Kooperationsverträge auslaufen. Diese international anerkannte Eishockey-Akademie, die bietet jungen Talenten hier wirklich die Möglichkeit, die schulische Ausbildung mit dem Leistungssport optimal zu verbinden. Und es hat 18 Jahre eine erfolgreiche Kooperation gegeben. Und wenn man jetzt über das Ende dieser hoch angesehenen Einrichtung liest, wenn man davon hört, dann ist es eine massive Schwächung der gesamten Eissportinfrastruktur, vor allem im Sportland Niederösterreich. Es werden sämtliche Spiele- und Vereinsverträge gekündigt werden und auch das Sportzentrum Niederösterreich wird einen Entfall von Mieteinnahmen hinnehmen müssen. Und durch diese Entwicklung wird auch die Einhaltung der im Jahr 2005 geschlossenen Fördervereinbarungsverträge zur Errichtung der Eishalle in Frage gestellt. Was bedeutet das? Die Stadt St. Pölten hat damals städtische Grundstücke im Wert von rund 2,6 Millionen Euro und einen Baukostenzuschuss von 300.000 Euro eingebracht, weil das Land zugesichert hat, den Betrieb der Eissporthalle dauerhaft sicherzustellen, und dieses Bekenntnis, glaube ich, muss nach wie vor auch heute noch Gültigkeit haben. (Beifall bei der SPÖ.) Sehr geehrte Damen und Herren, im aktuellen Sportbericht steht eine Auslastungsstatistik von 75 Prozent drinnen. Das heißt, trotz des bestehenden Sportangebotes gibt es auch noch die Möglichkeit, dass diese Einrichtung von anderen Vereinen genützt wird. Und es ist ja die Zielsetzung des Sportlandes Niederösterreich, die Sportinfrastruktur im Land optimal auszulasten und weiterzuentwickeln. Ja, für die Landeshauptstadt St. Pölten und für das gesamte Sportland Niederösterreich bedeutet eben diese Beendigung, diese Zusammenarbeit einen massiven Rückschlag und es gefährdet den jahrelangen Aufbau des Eissports. Es schwächt die Vereinslandschafts und man verliert mit dieser Akademie, die international wirklich eine renommierte Ausbildungsstätte ist, auch junge Sportlerinnen. Und das würde eine sportpolitische und infrastrukturelle Entwicklung des Landes NÖ hier wirklich schwächen. Aus diesem Grund möchte ich die Landesregierung auffordern, hier ihrer Verantwortung nachzukommen und gemeinsam mit allen beteiligten Partnern lösungsorientiert tragfähige Lösungen zu erarbeiten und den Fortbestand des Eissports und der Akademie nachhaltig zu sichern. Aus diesem Grund möchte ich auch einen Antrag meinerseits einbringen gemäß § 60 der LGO zum Sportbericht Niederösterreich 2024 betreffend Sicherung des Eissports und der Eishockey-Akademie im Sportland Niederösterreich.

"Der Hohe Landtag wolle beschließen:

Die NÖ Landesregierung, insbesondere der für Sport zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer MA wird aufgefordert, angesichts der aktuell drohenden Beendigung der Kooperation zwischen der Bildungsdirektion Niederösterreich, dem Sportzentrum Niederösterreich und der Okanagan Hockey Group umgehend in Gespräche mit allen beteiligten Institutionen einzutreten und Maßnahmen zu setzen, um die Zusammenarbeit fortzuführen und damit den Standard St. Pölten als Ausbildungs- und Leistungszentrum für den Eissport samt Akademie langfristig abzusichern sowie die Auslastung der Eissporthalle sicherzustellen."

Hoher Landtag! Die Schließung wäre ein Schlag ins Gesicht. Ein Schlag ins Gesicht für den Nachwuchssport und ein fatales Signal für das Sportland Niederösterreich. Geben wir unsere Aushängeschilder nicht auf! Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)

Präsident Mag. Wilfing: Als Nächster zu Wort kommt der Abgeordnete Philipp Gerstenmayer, FPÖ.

Abg. Gerstenmayer (FPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident. Geschätzter Herr Landesrat Antauer! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des NÖ Landtages! Bevor ich zum Sportbericht 2024 komme, muss ich noch kurz auf den Antrag von der SPÖ eingehen. Also ich muss wirklich sagen, ich bin ziemlich erstaunt, wie das die SPÖ zusammenbringt, so viel geballte Unwissenheit und Schwachsinnigkeit in einem Antrag zu vereinen. (Abg. Schindele: Unwissenheit und Schwachsinn?) Weil man sollte schon voraussetzen können von den Abgeordneten in dem Hohen Haus, dass wenn man einen Antrag vorlegt, zumindest die einfachsten Fakten der Wahrheit entsprechen und richtig dargestellt sind. Und ich will jetzt gar nicht auf das Bildungsthema mit der Internatsschule eingehen, das ist nicht unsere Zuständigkeit. Ich will auch nicht darauf eingehen, warum im Antrag zuerst die Rede ist, dass die Bildungsdirektion einen Vertrag nicht verlängert, und am Schluss kommen wir dann dazu, dass der zuständige Landesrat für Sport zu etwas aufgefordert wird. Aber wo ich dazu sprechen will, sind die Verdrehungen im Sport, die Sie da in dem Antrag anführen und will einmal Klarheit schaffen. "Ein Abgang der Okanaganer-Akademie gefährdet den jahrelangen Aufbau des Eissports." Sehr geehrte Damen und Herren der SPÖ, das ist schlichtweg falsch. Ich kann Ihnen aber sagen, wie der Satz lauten hätte müssen. "Ein Abgang der Akademie bedeutet riesige Chancen für alle Eissportverbände und Vereine." Weil Eissport, sehr geehrte Damen und Herren der SPÖ, ist Eishockey, Eiskunstlaufen, Eisstockschießen, Shorttrack und vieles, vieles mehr. Und die haben in Zukunft die Möglichkeit, diese Eiszeiten zu nutzen und sich weiterzuentwickeln, weil diese Möglichkeiten haben sie jetzt nicht. (Unruhe bei Abg. Schindele.) Und besonders für den Eissport ist die Behauptung der SPÖ schlichtweg falsch, weil gerade für die heimischen Vereine, für den heimischen Nachwuchs, für die Niederösterreicher und speziell für die niederösterreichischen Kinder... aber wir kennen das eh von der SPÖ, die Probleme der anderen sind immer recht wichtig, die der eigenen Leute sind euch ziemlich egal. Aber gerade für die Niederösterreicher ist es ganz wichtig und bedeutet mehr Platz und mehr Raum für unsere zukünftigen niederösterreichischen Top-Talente und gerade besonders im Eishockeysport. Also kurz gesagt: Der niederösterreichische Eissport und gerade der niederösterreichische Eisnachwuchssport, die Eissportvereine und -verbände bekommen die Chance, ihre Fähigkeiten in Zukunft besser und gezielter weiterzuentwickeln und ich glaube, darum soll es auch gehen. Und diese strategische Ausrichtung verfolgt auch unser Landesrat, LH-Stellvertreter Udo Landbauer, und das geschieht mit Überzeugung und in enger Abstimmung mit den Eissportverbänden. Und die öffentlichen Gelder sollten auch genau dort landen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und zwar bei unseren Kindern, bei unseren Niederösterreichern und bei unseren zukünftigen Hoffnungsträgern. Also der Antrag der SPÖ, den lehnen wir klarerweise ab und ich finde, das ist ein erschreckendes Zeugnis und Beleg dafür, für die Ahnungslosigkeit der Sozialdemokratie und gerade im Sport sieht man gerade, dass sie nicht viel verstanden haben von der Materie. Aber jetzt zum Sportbericht 2024 und zum heutigen Tagesordnungspunkt. 2024 war wieder ein sehr beeindruckendes Sportjahr für Niederösterreich. Der vorliegende Bericht zeigt, wie eindrucksvoll, lebendig und vor allem erfolgreich unsere Sportlandschaft ist, getragen von Engagement, Begeisterung und Weitblick. Unsere Sportler haben in den vergangenen Monaten großartige Leistungen gezeigt, sowohl auf nationaler und – wie wir schon gehört haben – auch auf internationaler Bühne. Niederösterreichische Athleten konnten zahlreiche Titel, Medaillen und Bestleistungen erringen und haben unser Bundesland damit wieder mehr als würdig vertreten. Diese Erfolge sind aber keine Selbstverständlichkeit, sie sind das Ergebnis konsequenter Nachwuchsarbeit, gezielter Förderung und unermüdlicher Leidenschaft für den Sport. Ein zentrales Thema des diesjährigen Berichts ist erneut die Nachwuchsförderung in Niederösterreich. Mit Programmen wie "Girls for Goals", "Athletic Teens", aber auch den "Schwimm Kids" gelingt es uns, Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Bewegung zu begeistern und sie am sportlichen Wege zu begleiten. Besonders stolz sind wir auf die mittlerweile über 400 sportlich orientierten Schulen in Niederösterreich, in denen junge Talente regelmäßig trainieren können. Sie profitieren von modernen Trainingsanlagen und kompetenter Betreuung und gezielter Nachwuchsförderung. Diese Maßnahmen sind Investition in die Jugend und damit auch Investition in die Zukunft Niederösterreichs. Denn wer Kinder zum Sport bringt, der fördert nicht nur das körperliche und geistige Wohlbefinden, sondern auch Gemeinschaft und Zusammenhalt. (Beifall bei der FPÖ, LR Antauer und dem Zweiten Präs. Waldhäusl.) Der Sportbericht 2024 unterstreicht auch wieder einmal die große Bedeutung des Breitensports. Mit über 3.500 Vereinen und mehreren zehntausenden Ehrenamtlichen ist der Vereinssport das Rückgrat unserer Sportkultur. Ohne dieses Engagement wäre Sport in Niederösterreich nicht das, was er ist – ein lebendiger Teil unserer Alltagskultur. Und Initiativen wie die "NÖ-Firmenchallenge", aber auch die "Gemeindechallenge" zeigen, wie viele Leute bewegungsinteressiert sind in unserem Land. Millionen von aktiven Minuten werden hier runtergespult und das zeigt auch, dass Bewegung verbindet über Generationen, Geschlechter und Regionen hinweg. Deshalb gilt unser besonderer Dank den freiwilligen Trainerinnen und Trainern, den Funktionären und all denen, die tagtäglich in den Vereinen dafür sorgen, dass der Sport möglich bleibt. Ihr Einsatz ist unbezahlbar und verdient von uns allen höchste Anerkennung. Auch im Bereich der Infrastruktur – es wurde heute schon angesprochen – konnten wir 2024 wichtige Fortschritte erzielen. Zahlreiche Projekte wurden umgesetzt, um Sportstätten zu modernisieren und energieeffizienter zu gestalten. Besonders hervorheben kann man hier das fortgeführte Programm des Leuchtentauschprogramms, durch das mittlerweile über hundert Anlagen auf LED-Leuchten umgestellt wurden und somit nicht nur Ersparnisse bei den Energiekosten gegeben sind, sondern auch ein Beitrag zum Klimaschutz getragen wird. Darüber hinaus wurde durch das Förderprogramm "Energiekostenausgleich Sport" erneut den Vereinen unter die Arme gegriffen bei der Bewältigung der gestiegenen Fixkosten. Diese Maßnahmen zeigen: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gehen im Sportland NÖ Hand in Hand. Einen besonderen Dank in diesem Zusammenhang darf ich unserem LH-Stellvertreter – Landesrat für Sport – Udo Landbauer ausrichten, der sich – wie bereits erwähnt – momentan auch auf einer tollen Veranstaltung befindet, nämlich bei der Sportlounge, wo unsere Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet werden. Denn mit seinem großen Einsatz und dem Weitblick im Sport stärkt er den Sport in Niederösterreich konsequent. Unter seiner Verantwortung ist die Sportförderung nicht nur breit aufgestellt, sondern auch effizienter, transparenter und zielgerichteter geworden. Er hat gezeigt, dass Sportpolitik mehr sein kann als Verwaltung – nämlich Begeisterung, Bewegung und Zusammenhalt zu fördern. Sein Engagement für unsere Vereine, unsere Athletinnen und Athleten und insbesondere für die Jugend ist er ein zentraler Baustein dieses Erfolgs. Und mit der Sportstrategie 2025 verfolgt das Land klare Ziele. Wir wollen das aktivste Bundesland in Österreich werden und natürlich schauen, dass wir so viele Menschen wie möglich zu einem aktiven Lebensstil motivieren können, die Infrastruktur weiter verbessern und gezielt unsere Talente fördern. 2024 wurden dafür über 24 Millionen Euro in der Sportförderung aufgewendet und ich glaube, das ist auch ein starkes Bekenntnis, das zeigt: Niederösterreich steht fest zum Sport, zu seinen Vereinen und vor allem zu seiner Jugend. (Beifall bei der FPÖ, LR Antauer und dem Zweiten Präs. Waldhäusl.) Meine Damen und Herren, zusammengefasst zeigt der Sportbericht 2024, dass Niederösterreich ein Sportland mit Herz, Verstand und Zukunft ist. Unsere Athleten, unsere Vereine, unsere Ehrenamtlichen und eine engagierte Landespolitik – sie alle tragen dazu bei, dass der Sport in Niederösterreich mehr ist als nur Leistung. Er ist Lebensfreude, Zusammenhalt und Identität. Lassen wir uns alle von dem Schwung leiten, um auch in Zukunft die besten Rahmenbedingungen für Bewegung in unserem wunderschönen Bundesland gemeinsam zu schaffen. Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ, LR Antauer und dem Zweiten Präs. Waldhäusl.)

Präsident Mag. Wilfing: Als Nächster zu Wort kommt der Abgeordnete Christian Gepp, ÖVP.

Abg. Gepp, MSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Landesrat! Hoher Landtag! Niederösterreich ist ein Sportland und das hat eine vielschichtige Bedeutung sowohl gesellschaftlich, gesundheitlich als auch wirtschaftlich. Die gesellschaftliche Bedeutung: Breitensport fördert Zusammenhalt in Sportvereinen und sind soziale Treffpunkte und verbinden Generationen. Ehrenamt als Rückgrat: Ohne tausende freiwillige Helferinnen würde der Sportbetrieb in Niederösterreich nicht funktionieren. Sport wird als wichtiges Mittel gegen Bewegungsmangel bei Kindern betrachtet, dazu zahlreiche Programme an Schulen, wie zum Beispiel die bewegte Schule oder Sportwochen werden gefördert. Das Ziel ist, Sport soll fixer Bestandteil im Alltag von Kindern und Jugendlichen sein – nicht nur in der Schule, sondern auch in Vereinen. Die gesundheitliche Bedeutung: Sport wird als Präventionsmaßnahme gegen Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Belastungen gesehen. Der Bericht betont den Zusammenhang von Bewegung und physischer Gesundheit auch nach der Corona-Pandemie, wie zum Beispiel mit der "Gemeindechallenge" oder der " Firmenchallenge". Die wirtschaftliche Bedeutung: Der Sportbereich schafft Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung etwa im Bereich bei Sportstättenbau, Tourismus, bei der Ausrüstung oder bei Veranstaltungen. Fördermittel fließen gezielt auch in Infrastruktur kleinerer Gemeinden. Hier ein herzliches Dankeschön an die Gemeinden für die Zurverfügungstellung von vielen Sportstätten in Niederösterreich. (Beifall bei der ÖVP.) Dazu kommt, dass Nachhaltigkeit und barrierefreie Sportanlagen an Bedeutung gewinnen. Investitionen in Leistungszentren und Talententwicklungen sollen den Profisport weiter stärken. Förderungen von Frauen im Sport werden zunehmend aktiv gestaltet. Sport ist in Niederösterreich mehr als Bewegung. Er ist Bildungsinstrument, Integrationsmotor, Gesundheitsvorsorge und Wirtschaftsfaktor. Der Bericht hebt die große Bedeutung des Ehrenamtes hervor. Ohne freiwilliges Engagement wäre der Vereinssport nicht möglich. Das Sportland NÖ unterstützt im Jahr 2024 63 Sportverbände und über 3.500 Sportvereine. Mehr als 225.000 Sportlerinnen und Sportler engagieren sich in den Sport-Dachverbänden – sei es im Spitzenwettkampf, aber auch im Amateurbereich. So gibt es knapp 158.000 Wettkampfsportlerinnen und Wettkampfsportler in Niederösterreich. Da ist es nicht verwunderlich, dass wir in sehr vielen Sportarten auf österreichische Meistertitel verweisen können und auf besondere Leistungen im Einzelwettbewerb, aber auch in Mannschaftssportarten. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler bei den olympischen Spielen in Paris. Valentin Bontus aus Perchtoldsdorf, Gold in Formula-Kite, erste Goldmedaille für Niederösterreich seit 20 Jahren. Michaela Polleres aus Ternitz, Bronze im Judo, zweite olympische Medaille, die erfolgreichste Judoka Österreichs. Jessica Pilz aus Haag, Bronze im Klettern, Meilenstein ihrer Karriere. Darüber hinaus gab es auch zahlreiche weitere Erfolge von Benjamin Karl, Victoria Hudson, Johannes und Veronika Aigner im Paraski-Weltcup, Felix Auböck im Schwimmen, Vasiliki Alexandri als Europameisterin im Synchronschwimmen. Ich gratuliere auch den niederösterreichischen Sportlern. Sportler Platz 1: Valentin Bontus. Bei den Sportlerinnen war es die Jessica Pilz, bei den versehrten Sportlerinnen die Veronika Aigner mit ihrem Guide, der Elisabeth Aigner. Nachwuchssportlerin wurde Lilli Hohenauer und Team des Jahres, SKN St. Pölten Frauenfußball. Es gab aber auch Herausforderungen für Vereine, Sportlerinnen und Sportler und den Gemeinden, die vielen Sportanlagen zur Verfügung zu stellen. Die Teuerung ist auch im Sport angekommen, aber die größte Herausforderung im Jahr 2024 war zweifelsohne das Hochwasserereignis im September. Zahlreiche Sportstätten wurden dabei beschädigt oder zerstört. Das Land NÖ hat rasche Unterstützung zugesichert und im November 2024 ein Hochwassernachtragsbudget von rund 6 Millionen Euro beschlossen. Im Rahmen der zugesicherten Unterstützungsmaßnahmen wurden die betroffenen Sportvereine und Gemeinden sowie dem Sportzentrum NÖ im Wiederaufbau der geschädigten Sportinfrastruktur unterstützt. Konkret wurden mehr als 3,8 Millionen Euro gefördert. Ein weiteres wichtiges Thema war der Bewegungsmangel der jungen Generation. Nach der erfolgreichen Pilotphase im Bezirk Korneuburg des Projektes "Tägliche Bewegungseinheit" im Jahr 2023 wurde dieses Projekt mit "Kinder bewusst gesund 2.0" zusammengelegt und für das Schuljahr 24/25 österreichweit ausgerollt. Es gibt drei Sportdachverbände in Niederösterreich: ASVÖ NÖ, ASKÖ NÖ und Sportunion Niederösterreich und hier darf ich mich bei allen bedanken für ihre Tätigkeit und ihr Engagement. Und es gibt tolle Projekte und Aktionen wie z.B. "Kinder gesund bewegen 2.0", "Jackpot.fit" oder "Niederösterreich bewegt", welche wir gerne unterstützen. Ein großes Dankeschön auch an die 57 Sportfachverbände von A wie American Football bis W wie die Wasserrettung. Hier werden über die Vereine tausende Spiele, Wettkämpfe, Turniere, Wettbewerbe im Jahr ausgetragen. Danke an jeden Einzelnen, der sich ehrenamtlich für den Sport engagiert. (Beifall bei der ÖVP.)Wir nehmen diesen informativen, aussagekräftigen und für Niederösterreich erfolgreichen Sportbericht 2024 gerne zur Kenntnis. Ich gratuliere allen unseren erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern und ich darf allen, die sich für den Sport in Niederösterreich engagieren, meinen Dank und Hochachtung ausdrücken. Ich freue mich auf weitere tolle Wettkämpfe, Spiele, Turniere und Erfolge unserer niederösterreichischen Sportlerinnen und Sportler. (Beifall bei der ÖVP.)

Abweichungen zwischen Text und Video möglich.

Gesamtvideo der LandtagssitzungGesamter Sitzungsbericht als PDF (1.019 KB)

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